15.08.2019, 01:13 Uhr

Schiffsunfall Havariertes Güterschiff bei Vilshofen freigeschleppt

Nach zwei Wochen konnte das havarierte Güterschiff freigeschleppt werden (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)Nach zwei Wochen konnte das havarierte Güterschiff freigeschleppt werden (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)

Zwei Wochen lag das Gütermotorschiff auf Grund. Jetzt wurde es aufgrund des steigenden Wasserpegels freigeschleppt.

VILSHOFEN Am Mittwoch den 31. Juli gegen 22 Uhr befuhr ein 85 m langes Gütermotorschiff die Donau zwischen Vilshofen und Passau zu Tal. Der 63jährige Kapitän wollte auf Höhe der Gemeinde Windorf wenden, um auf der linken Donauseite zu ankern und dort die Nacht zu verbringen. Das Manöver misslang allerdings und das Schiff geriet beim Wenden mit dem Heck zu nahe an das rechte Donauufer. Zuerst hatte die Ruderanlage eine Grundberührung. Im Anschluss wurde das quer im Fahrwasser liegende Schiff durch die Strömung ans rechte Ufer gedrückt. Das Schiff konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Zum Glück wurde kein Besatzungsmitglied verletzt und es entstand nach ersten Erkenntnissen kein Schaden am Schiff und der Landung. Aufgrund des fallenden Pegels wird derzeit geprüft, wie das Schiff wieder aus seiner misslichen Lage befreit werden kann. Vermutlich ist es erforderlich, einen Teil der Ladung, welche aus 1000 t Kunstdünger besteht, auf ein anderes Schiff umzuladen und somit den Tiefgang des Schiffes zu verringern. Die Schifffahrt wurde durch den Vorfall nicht weiter beeinträchtigt. Das Güterschiff, das seit zwei Wochen nun am rechten Donauufer lag und nicht bewegt werden konnte, wurde jetzt am 14. August aufgrund der vorangegangenen Regenfälle und somit gestiegenen Wasserpegles mit Hilfe eines zweiten Gütermotorschiffes ins freie Wasser geschleppt. Das havarierte Schiff wurde dem zweiten Schiff beigekoppelt und nach

Passau verbracht. Dort wird jetzt geprüft ob ein Schaden an der Ruderanlage und an der Schraube entstanden ist. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte die Schiffshülle unbeschädigt sein. Es gelangten keinerlei Treib- und Schmierstoffe, bzw. Teile der Ladung in die Donau. Bei der Bergung waren natürlich die zuständigen Behörden mit eingebunden und vor Ort. Am Vortag ging die Meldung bei der Wasserschutzpolizei ein, dass möglicherweise Wasser in den Maschinenraum eindringt. Dies konnte bei Begutachtung des Schiffes aber nicht bestätigt werden. Zur Sicherheit waren aber auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und des THW mit Booten, Pumpen und Ölsperren vor Ort. Für die Kosten muss natürlich der Schiffseigner aufkommen.


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