09.05.2018, 00:02 Uhr

Kinderklinik erhält Auszeichnung Preis für außergewöhnliche Leistungen zum Wohle der Allerkleinsten

Prof. Dr. Matthias Keller, Chefarzt der Kinderklinik Dritter Orden Passau bei der Verleihung der Preisverleihung der PauLA in Berlin. (Foto: Adam Welber)Prof. Dr. Matthias Keller, Chefarzt der Kinderklinik Dritter Orden Passau bei der Verleihung der Preisverleihung der PauLA in Berlin. (Foto: Adam Welber)

Das Team der Kinderklinik Dritter Orden Passau ist jetzt mit der PauLA, dem „Preis für außergewöhnliche Leistungen zum Wohle der Allerkleinsten“, ausgezeichnet worden. Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller hat die vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. ausgelobte Auszeichnung kürzlich bei einer offiziellen Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes in Berlin entgegengenommen.

PASSAU Der Neubau des Eltern-Baby- und Familienzentrums in Passau nimmt deutschlandweit eine Vorreiterrolle in der Frühgeborenenversorgung ein: Die Idee war es, Wohnlichkeit und Intensivmedizin optimal zu vereinen, um kranke Neugeborene und Frühgeborene optimal zu fördern, deren Lebenschancen zu verbessern – dazu gehören Medizin und Pflege auf Spitzenniveau, ebenso wie eine entwicklungsfördernde Umgebung und die Anwesenheit und Unterstützung der Eltern.

Dieser Ansatz und das Engagement wurden nun durch den Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. (BVDfK) mit der PauLA ausgezeichnet. Mit diesem Preis, der nur alle zwei Jahre verliehen wird, werden Personen, Projekte und Institutionen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maß für Frühgeborene und deren Eltern einsetzen. „In Passau wurde ein neuartiges Konzept einer Intensivstation entwickelt und umgesetzt, auf der Basis eines familienintegrierenden interdisziplinären Versorgungskonzeptes, exzellenter Medizin und Pflege“, so Barbara Mitschdörfer, die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V..

Im EBZ in Passau können Eltern immer für ihre Kinder da sein und so von Beginn an eine enge Bindung zu ihrem Kind aufbauen – „die Familie kann hier Familie sein – und das ist elementar, denn: Kranke Kinder brauchen ihre Eltern! Besondere Auszeichnung ist dabei das außerordentliche Engagement des Teams unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Keller, das sich durch bauliche, administrative, regulatorische und auch finanzielle Herausforderungen nicht hat abhalten lassen, das Richtige zu tun, bis zur Durchführung einer Spendenkampagne. Dies verdient unser aller Respekt und Dank und kann ein Vorbild und Anregung für andere Regionen in Deutschland sein“, so Mitschdörfer weiter.

Überreicht wurde die Auszeichnung an die Kinderklinik Dritter Orden Passau von Starautor Sebastian Fitzek, selbst Vater eines frühgeborenen Kindes und zugleich Botschafter des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V.: „Ich durfte die Kinderklinik mit dem neuen EBZ in Passau bereits besichtigen – eine wahre Vorzeigeklinik.“

Weitere Preisträger waren Hans-Jürgen Wirthl für seinen jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz als Vorstandsvorsitzender sowohl des Landesverbandes für Früh- und Risikogeborene Rheinland-Pfalz e.V. als auch des BVDfK, aber insbesondere für sein Engagement als Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss und Simone Engelhardt für Ihren unermüdlichen Einsatz als professionelle Elternbegleiterin für Familien in der Region Heidelberg, nachdem sie über Jahre hinweg den dort ansässigen Verein „Das Frühchen e.V.“ ehrenamtlich als Vorsitzende leitete und viele hilfreiche Projekte auf den Weg brachte.

Mit der Verleihung der PauLA, einer von dem Berliner Bildhauer Rainer Kurka handmodellierten Tonfigur, die ein schlafendes Frühchen mit Mütze auf einem Kissen darstellt, zeichnet der Bundesverband bereits seit 2012 aus Anlass seines 20-jährigen Verbandsjubiläums Projekte, Institutionen und dahinter stehende Menschen aus, die sich bereits seit Jahren mit besonderem Engagement und Herzblut für die Bedürfnisse von zu früh geborenen Kindern und deren Familien einsetzen. Die alle zwei Jahre durchgeführte Preisverleihung wird durch freundliche Unterstützung des Biopharmaunternehmens AbbVie Deutschland GmbH ermöglicht.


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