16.12.2017, 11:12 Uhr

Freiwillige Feuerwehr Passau Gefahrgutübung mal anders – Weihnachtsbäckerei!

Sich in diesen überdimensionalen „Raumanzügen“ zu bewegen, ist nicht ganz einfach. (Foto: ffpassau.de / M. Kornexl)Sich in diesen überdimensionalen „Raumanzügen“ zu bewegen, ist nicht ganz einfach. (Foto: ffpassau.de / M. Kornexl)

Übungen im CSA (Chemikalienschutzanzug) sind kein sonderlich beliebtes Szenario. Es geht aber auch anders.

PASSAU Bei einem Gefahrgutunfall gehört er zur persönlichen Schutzausrüstung eines Feuerwehrangehörigen: der Chemikalienschutzanzug, kurz CSA. Er schützt den Träger nicht nur vor chemischen, sondern auch vor atomaren und biologischen Gefahren. Diese Montur wird bei bestimmten Gefahrgut-Einsätzen von Kräften getragen, die im direkten Gefahrenbereich arbeiten, um Menschen zu retten oder das Austreten von Gefahrgut zu stoppen.

Um Einsätze der „anderen Art“ routiniert und geschult abarbeiten zu können, üben die Einsatzkräfte des Löschzug Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Passau regelmäßig. Für gewöhnlich in den eigenen Hallen. Seltener, beispielsweise bei Alarmübungen, sieht dieses praktische Training auch der Bürger. So auch nun, als man sich eingefunden hatte, um den Umgang mit CSA-Anzügen unter „erschwerten Bedingungen“ zu üben. 

Am Abend dieser Übungsveranstaltung tummeln sich nur noch wenige Kunden in einem bekannten und beliebten Supermarkt im Passauer Stadtteil Haidenhof. Einige staunten nicht schlecht, als Personen in seltsamen Anzügen den Laden betraten. Die meisten Anwesenden gingen nach kurzem Blick ungerührt weiter ihren Einkäufen nach.

Die Aufgaben der Übenden an diesem Abend waren zweigeteilt: Einkaufen und Backen. Die ersten beiden Trupps übernahmen parallel den Einkauf aller nötigen Zutaten. Die klassische Einkaufsliste stand dazu jedoch nicht zur Hand – die Unterstützungsgruppe „Plätzchenbacken“ musste zunächst ein Rezept auswählen, Zutatenlisten anpassen und die benötigten Mengen per Funk einzeln an die CSA-Trupps kommunizieren. Zwei weitere Trupps waren für die Arbeiten in der Küche zugeteilt, dem eigentlichen Backen. Ebenfalls: Streng nach Anweisung, unter Vorgabe einzelner Schritte per Funk.

Sich in diesen überdimensionalen „Raumanzügen“ zu bewegen, unter welchen auch noch ein schweres Atemschutzgerät getragen wird, ist nicht ganz einfach. Die Handhabung muss regelmäßig geübt werden. So ist zum Beispiel das Sichtfeld stark eingeschränkt, Bewegungen sind nur langsam möglich und mit den fest angebrachten, klobigen Handschuhen fallen Tätigkeiten, die einem für gewöhnlich leicht von der Hand gehen, viel schwerer. 

Die Aufgaben der Übenden an diesem Abend waren zweigeteilt: Einkaufen und Backen. (Foto: ffpassau.de / M. Kornexl)

Am Ende des Abends gab es dann die viel besungene Leckerei. Herrlich duftende Plätzchen. Essbar. Hart erarbeitet noch besser schmeckend.


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