24.06.2020, 09:07 Uhr

Schleusung vereitelt Gefälschte rumänische Ausweise in Schuhen versteckt

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Die Bundespolizei hat am 22. Juni 2020 auf der A 94 bei Mühldorf zwei mutmaßliche Schleuser sowie sieben unerlaubt eingereiste Ukrainerinnen und Ukrainer festgenommen.

Mühldorf am Inn. Zudem stellten die Beamten fünf gefälschte rumänische Ausweise sicher, welche die Reisenden teilweise in ihren Schuhen versteckt hatten.

Mühldorfer Bundespolizisten kontrollierten am 22. Juni 2020 einen Kleinbus mit ukrainischer Zulassung an der Autobahnausfahrt Mühldorf Nord (A 94). Hinter dem Steuer saß ein 31-jähriger Ukrainer, der mit seinem 29-jährigen rumänischen Beifahrer sowie sieben weiteren ukrainischen Staatsangehörigen in Fahrtrichtung München unterwegs war. Die Frauen und Männer gaben an, gemeinsam auf dem Weg zur Arbeit nach Portugal zu sein.

Zwar konnten sie sich mit ihren ukrainischen Reisepässen ausweisen und eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers in Portugal vorzeigen. Allerdings besaß niemand der Ukrainer den für eine Erwerbstätigkeit erforderlichen Aufenthaltstitel. Die Grenzfahnder nahmen die Personen daraufhin vorläufig fest und brachten sie zur Dienststelle am Mühldorfer Bahnhof.

Als die Bundespolizisten dort zunächst einen 42-jährigen Ukrainer durchsuchten, fanden sie eine totalgefälschte rumänische Identitätskarte in dessen Schuh. Eine Beamtin entdeckte im Schuh einer 24-jährigen Landsfrau einen weiteren gefälschten rumänischen Personalausweis.

Rumänische Staatsangehörige benötigen als EU-Bürger und Freizügigkeitsberechtigte weder für längere Reisen noch für eine Arbeitsaufnahme in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union einen Aufenthaltstitel.

Die Polizeibeamten fragten die Mitreisenden deshalb, ob diese nicht ebenfalls weitere Ausweispapiere dabei hätten. Daraufhin gaben die Ukrainer freiwillig drei weitere gefälschte rumänische Ausweise heraus.

Die Bundespolizisten zeigten den 31-jährigen Fahrer aus der Ukraine und seinen 29-jährigen rumänischen Beifahrer wegen Einschleusens von Ausländern an. Der 29-Jährige durfte seine Reise anschließend fortsetzen.

Die ukrainischen Staatsangehörigen wurden wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes angezeigt und am 23. Juni 2020 nach Österreich zurückgeschoben.

Fünf von ihnen werden sich außerdem wegen Urkundenfälschung verantworten müssen. Ermittler der Bundespolizei gehen nun der Frage nach, wie die Reisenden an die gefälschten Ausweise kamen und was sie mit diesen vorhatten.