06.05.2019, 09:49 Uhr

Wegen eines schwer Verletzten Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Aschau Werk

Foto: BRK BGL/ml (Foto: BRK BGL/ml)Foto: BRK BGL/ml (Foto: BRK BGL/ml)

Bereits am Freitag, 3. Mai, rückten Polizei und Rettungskräfte zu einem gemeinsamen Einsatz in Aschau Werk aus. Der Grund: Eine psychisch labile Person hatte sich selbst absichtlich schwer verletzt.

ASCHAU Gegen 12.45 Uhr fand am Freitag, 3. Mai, in Aschau/Aschau Werk ein größer angelegter Polizeieinsatz statt, weil sich eine psychisch labile Person in einem Einfamilienhaus selbst absichtlich schwer verletzt hatte. Unterstützend waren auch die Feuerwehren Aschau und Waldkraiburg mit insgesamt 30 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst und ein Notarzt im Einsatz, da die Lage zunächst nicht ganz klar war. Die verletzte Person, ein 53-jähriger Mann aus dem Landkreis Mühldorf, wurde mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Alarmiert wurde die Polizei von zwei Frauen, die unweit des Ereignisortes im Wald spazieren waren und die lauten Hilferufe eines Zeugen gehört hatten. Die Rufe konnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig zugeordnet werden.

Da zu Beginn der Mitteilungen zuerst kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Ereignisorten Aschau Werk und dem Waldstück an den Bahngleisen, ebenfalls in Aschau Werk, hergestellt werden konnte, fuhr die Polizei zu beiden Orten.

Nachdem vor Ort bei dem Einfamilienhaus in Aschau Werk schnell die Informationen vorlagen, dass es sich um selbst zugefügte Verletzungen handelte und keine weitere Person beteiligt war, ging die Polizei den Hilferufen im Wald nach.

Da es sich um ein weitläufiges Waldstück handelte, wurde ein Polizeihubschrauber angefordert, der den beschriebenen Bereich abflog. Mehrere Polizeistreifen durchsuchten das Waldgebiet ebenfalls, ohne etwas Auffälliges zu entdecken.

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den im Wald wahrgenommenen Hilferufen um die Hilfeschreie des Zeugen, welcher den schwer verletzten 53 Jährigen erstversorgte. Beide Örtlichkeiten lagen nur ca. 300 bis 400 Meter entfernt, zudem war der Wind so „günstig“ dass man die Rufe, auch bei späteren Versuchen, eindeutig wahrnehmen konnte.

Die Bevölkerung war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, dennoch musste die Polizei mit einem Großaufgebot der Sache nachgehen um jeglichen Verdacht ausschließen zu können.


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