27.01.2020, 17:05 Uhr

Fusion als Fernziel: Stadtrat verabschiedet Resolution für engere Zusammenarbeit zwischen Klinikum und Lakumed

Der Landshuter Stadtrat. Hier wurde am Freitag eine Resolution verabschiedet, die einer Fusionn von Klinikum und Lakumed zum Ziel hat. (Foto: Schmid)Der Landshuter Stadtrat. Hier wurde am Freitag eine Resolution verabschiedet, die einer Fusionn von Klinikum und Lakumed zum Ziel hat. (Foto: Schmid)

Das Stadtratsplenum hat sich am Freitagabend im Grundsatz für eine langfristige Fusion des Klinikums Landshut mit den im Landshuter Kommunalunternehmen für Medizinische Versorgung (Lakumed) zusammengefassten Krankenhäusern des Landkreises ausgesprochen.

LANDSHUT Ziel müsse es sein, eine gemeinsame medizinische Versorgung im Bereich der Krankenhäuser auf den Weg zu bringen. Dafür seien insbesondere eine gemeinsame Kasse und eine gemeinsame Strategie nötig, heißt es in der Resolution. Ein entsprechender parteiübergreifender Antrag, den die Fraktionen von CSU, Grünen, FW und JL/BfL eingebracht hatten, wurde von Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) und einer breiten Mehrheit der Stadträte unterstützt.

„Die von der Bundespolitik gesetzten Rahmenbedingungen einerseits, die gerade kleineren Häusern einen wirtschaftlichen Betrieb leider zunehmend erschweren, und der auch vor Ort immer stärker spürbare Mangel an Pflegekräften andererseits machen aus meiner Sicht eine engere Kooperation der Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zwingend erforderlich“, so Putz. Deshalb bemühe er sich mit Landrat Peter Dreier und ganz im Sinne der Antragsteller seit Jahren darum, die Zusammenarbeit zu vertiefen. In vielen Bereichen, etwa in der Onkologie, der Neurochirurgie und der Palliativmedizin, ziehe man bereits erfolgreich und zu beiderseitigem Nutzen an einem Strang, betonte der Oberbürgermeister: „Stadt und Landkreis sollten die Kräfte auf diesem Gebiet weiter bündeln und die Synergieeffekte nutzen, um den Bürgerinnen und Bürgern der Region Landshut auch künftig eine optimale Krankenhausversorgung anbieten zu können.“

Die am Freitag verabschiedete Resolution möchten die Antragsteller und OB Putz als Einladung an den Landkreis zu weiteren Gesprächen und als „große politische Willensbekundung“ verstanden wissen. Von dem klaren Bekenntnis zur Kooperation solle eine Signalwirkung für das weitere gemeinsame Vorgehen in Stadt und Landkreis ausgehen.


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