26.06.2019, 12:22 Uhr

Einsatz auf der Autobahn Unfall auf der A92, vier Verletzte und eine „Todsünde“


Ein Unfall auf der A92 in Fahrtrichtung Deggendorf zwischen den Anschlussstellen Essenbach und Wörth an der Isar hat am Dienstagnachmittag für einen kilometerlangen Stau gesorgt. Bei dem Crash wurden vier Menschen verletzt. Wieder sollen Autofahrer versucht haben, im Stau zu wenden und entgegen der Fahrtrichtung zur nächsten Ausfahrt zurückzufahren. Erst vor Kurzem war auf der A92 ein Autofahrer bei Moosburg fast mit einem Polizeiauto zusammengestoßen, als er die Rettungsgasse in entgegengesetzter Richtung zurückfuhr.

ESSENBACH Der Unfall ereignete sich, als gegen 16.45 Uhr ein 45-Jähriger aus dem Landkreis Landshut mit seinem Ford die A92 in Richtung Deggendorf fuhr. Zwischen den Anschlussstellen Essenbach und Wörth musste er auf der linken Spur verkehrsbedingt abbremsen. Das erkannte ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Regen zu spät und knallte mit seinem Nissan in das Heck des Ford. Beide Fahrer, die sich alleine in ihren Autos befanden, wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Aufgrund dieses Unfalles mussten mehrere Fahrzeuge abbremsen. Diese Situation erkannte eine 21-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Deggendorf zu spät. Sie prallte mit ihrem Audi zunächst gegen die Mittelleitplanke und anschließend gegen einen Opel-Kleintransporter, der von einer 33-Jährigen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau gelenkt wurde. Im weiteren Verlauf prallte der Audi noch gegen einen weiteren Kleintransporter, der von einem 48-Jährigen aus dem Landkreis Straubing gelenkt wurde. Bei dem Unfall wurde die Unfallverursacherin leicht verletzt. Der 48-jährige Fahrer des zweiten Kleintransporters aus dem Landkreis Straubing wurde ebenfalls leicht verletzt. Die Fahrerin des Opel-Kleintransporters blieb unverletzt.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Bei den beiden Unfällen entstand ein Sachschaden von ca. 35.000 Euro. Wegen der Bergung der Unfallfahrzeuge musste die Autobahn in Fahrtrichtung Deggendorf für zwei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Autobahnmeisterei Wörth a.d. Isar an der Anschlussstelle Essenbach und später an der Anschlussstelle Landshut-Nord ausgeleitet. Es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern. Neben der Autobahnmeisterei Wörth a. d. Isar befanden die Feuerwehren aus Altheim und Ergolding an der Unfallstelle.

Während der Unfallaufnahme gingen bei der Polizei mehrere Mitteilungen ein, dass Fahrzeuge wenden und rückwärts fahren, um die Autobahn an der Anschlussstelle Essenbach zu verlassen. Beamte der Autobahnpolizeistation Wörth/Isar konnten dies bei einer sofortigen Nachschau zwar nicht beobachten, trotzdem weist die Autobahnpolizeistation Wörth a. d. Isar alle Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass Rückwärtsfahren oder Wenden auf einer Autobahn zu den „Sieben Todsünden im Straßenverkehr“ zählt und mit hohen Bußgeldern und Fahrverboten geahndet wird. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder gar einem Unfall droht Fahrerlaubnisentzug.


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