30.07.2020, 11:24 Uhr

Neue Masche „Frau Dr. Schwarz“ hatte Böses im Sinn – Senior erkennt Betrugsabsicht rechtzeitig

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Am Mittwoch, 29. Juli, gegen 11.30 Uhr, erhielt ein 60jähriger Kelheimer einen Anruf von einer angeblichen „Frau Dr. Schwarz“. Diese teilte ihm mit, dass er bei einer Auslosung einer Unternehmensgruppe (unter anderem Amazon) 150.000 Euro gewonnen hätte. Deshalb würde ein Notar am nächsten Tag ein Konto bei der Sparkasse auf den Namen des 60-Jährigen eröffnen.

Kelheim. Der Senior müsste lediglich noch Amazon-Karten im Wert von 200 Euro kaufen und den Wert der Karten dann auf das neu eröffnete Konto bei der Sparkasse einzahlen. Bei der Sparkasse könne er sich mit den „Nummern“ der Amazon-Karten und seinem Ausweis legitimieren. Die Auszahlung würde anschließend durch eine Rechtsanwaltskanzlei arrangiert. Nach Beendigung des Telefonats bemerkte der Senior, dass da irgendetwas nicht stimmte, und informierte die Polizei. Somit kam es in diesem Fall zu keinerlei Vermögensschädigung.

Die Betrugsmasche wurde dem Geschädigten von der Polizei näher erläutert. Die unbekannten Täter melden sich erfahrungsgemäß einige Stunden später oder am nächsten Tag bei ihren Opfern. In diesem Fall hätten sie den Senior am Telefon dazu gebracht die Codes der Amazon-Karten durchzugeben. Anschließend würden die Täter unter einem Vorwand (Transportkosten, anfallende Gebühren, etc.) ihre Opfer dazu bringen, dass sie immer höhere Geldbeträge zumeist über Geldtransferfirmen (zum Beispiel WesternUnion) einsenden. Die zumeist älteren Opfer werden immer wieder zu weiteren Geldtransfers überredet bis sie entweder kein Geld mehr haben oder merken, dass es sich um einen Betrug handelt. Die Täter sitzen erfahrungsgemäß im Ausland in diversen Callcentern.

Nachdem solche bzw. ähnliche Anrufe inzwischen beinahe täglich vorkommen wird in diesem Zusammenhang noch einmal dazu aufgerufen ältere Menschen in der eigenen Verwandtschaft und Bekanntschaft dahingehend zu sensibilisieren.


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