03.12.2019, 15:31 Uhr

Nochmal gut gegangen Betrunkener Schiffsführer eines Güterschiffes kollidiert auf dem Main-Donau-Kanal fast mit einem weiteren Schiff

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Der 37-jährige deutsche Schiffsführer eines deutschen Gütermotorschiffes in Fahrtrichtung Hafen Kelheim meldete der Wasserschutzpolizei Beilngries am Montag, 2. Dezember, gegen 18.30 Uhr über die Schleuse, dass es kurz nach Riedenburg zu einem Beinahezusammenstoß mit dem entgegenkommenden ebenfalls unter deutscher Flagge fahrenden Gütermotorschiff gekommen wäre.

RIEDENBURG Dieser musste ausweichen, um eine Havarie zu vermeiden, und touchierte dabei die Uferbefestigung des rechten nautischen Ufers. Auf Anrufe über den Schiff-Schiff-Funkkanal reagierte der 58-jährige ungarische Schiffsführer des entgegenkommenden Schiffes sehr aufgebracht. Bei der anschließenden Kontrolle des ungarischen Kapitäns an der Schleuse Riedenburg wurde von den Beamten der Wasserschutzpolizei Beilgries im Gespräch deutlicher Alkoholgeruch wahrgenommen. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt und eine Sicherheitsleistung erhoben. Weiterhin wurde für den unter Alkohol stehenden Schiffsführers ein Weiterfahrverbot erteilt, das am 3. Dezember nach erfolgtem Alkoholtest wieder aufgehoben werden konnte.

Ob an der Uferbefestigung ein Schaden entstanden ist, wird durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung noch geprüft. Genauere Schadenshöhe an den beteiligten Schiffen, welche beide mit dem Ufer kollidierten, steht noch nicht fest.

Gegen den ungarischen Schiffsführer wurde ein Verfahren wegen der Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgrund Alkoholeinfluss (§ 315a StGB) und wegen schifffahrtsrechtlicher Verstöße eingeleitet.


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