08.04.2019, 14:04 Uhr

Werkschau Der Kunstmaler Heiner Riepl gibt einen Einblick in sein umfangreiches Werk

Heiner Riepl. (Foto: Herbert Bürger)Heiner Riepl. (Foto: Herbert Bürger)

Rund 120 Gäste hatten sich am 1. April zur Vernissage der diesjährigen Kunstausstellung „Die Erforschung von Farbe und Form“ im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim eingefunden.

KELHEIM Der zweite Bürgermeister der Stadt Kelheim Franz Aunkofer begrüßte darunter den ausstellenden Künstler Heiner Riepl aus Kelheim, seine Galeristin Dr. Andrea Madesta und zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens.

Auch stellte er den für die Ausstellung im Peter Morsbach-Verlag erschienenen Katalog offiziell vor, der ab sofort im Museum und über den Online-Shop des Museums zu beziehen ist. Im Anschluss dankte er allen Beteiligten, die zur Ausstellung und der Publikation beigetragen haben.

Der Künstler Heiner Riepl und seine nun zu sehenden Werke wurden den Gästen von Dr. Andrea Madesta aus Regensburg in ihrer Einführung vorgestellt. Seine künstlerische Ausdrucksweise ist die Abstraktion. Akribisch setzt er sich mit dem Verhältnis von Farbe, Form und Fläche auseinander und erforscht dieses in zahlreichen Experimenten. Die nun ausgestellten Werke der letzten beiden Jahrzehnte zeigen eine facettenreiche Metamorphose von Farbfeldern, die immer wieder aufs Neue rhythmisiert werden. Teils farbige, teils monochrome bzw. nur in Nuancen abweichende Farbfelder verdichten sich dabei zu (in)formellen Ordnungsstrukturen. Diese Gratwanderung zwischen Chaos und Ordnung sowie seine persönliche Bescheidenheit und das Bewerten von gesellschaftlichen Entwicklungen, Spannungen und Problemen als „stiller Beobachter“ charakterisiert Heiner Riepls künstlerisches Werk innerhalb der modernen Kunstszene.

Der Künstler selbst wollte im Hinblick auf den ersten April eigentlich eine „23-seitige Rede“ halten, hatte aber mit verschmitztem Lächeln und völlige Zerknirschung heuchelnd zugegen, „sie daheim vergessen“ zu haben. Da er auch noch seine Brille nicht dabei hatte, danke er der Stadt und dem Museum, hier in seiner Heimatstadt für die gesamte Saison ausstellen zu dürfen.

Die abschließenden Worte sprach Dr. Bernd Sorcan, Leiter des Museums, der sich für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Künstler, Galeristin und Verlag bedankte und schließlich die hervorragende Arbeit seines Teams betonte.

Heinz Grobmeier, der bereits die Besucher zu Beginn musikalisch mit Fanfarenklängen aus der Klarinette empfangen hatte, setzte die „Erforschung von Farbe und Form“ akustisch mit einer Eigenkomposition und einem Stück über die Rotation um und schloss mit einem Stück auf dem aus Rohren und Badelatschen selbst konstruierten „Schlappophon“. Die Besucher der Vernissage spendeten frenetisch Beifall und begaben sich im Anschluss auf den Weg durch die Ausstellung um sich jeder ganz persönlich den Bildern Heiner Riepls auf seine Weise zu nähern.

Bei dem einen oder anderem schönen Glas Wein wurde von den Anwesenden das Werk ausführlich diskutiert und Bürgermeister Aunkofer verriet uns, dass er sein persönliches Lieblingsbild schon ausgesucht hat. Wer die Werke Heiner Reipls kennenlernen möchte, ist herzlich dazu eingeladen: Sie sind ab sofort von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim zu sehen.


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