30.11.2018, 10:17 Uhr

Alkohol- und Drogeneinfluss Verfolgungsfahrt durch zwei Landkreise – 25-Jähriger rammt Streifenwagen

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

Am Donnerstag, 29. November, kam es gegen 21.35 Uhr zu einer Verfolgungsfahrt im Bereich Neustadt an der Donau, als sich ein 25-Jähriger einer Verkehrskontrolle entziehen wollte.

NEUSTADT AN DER DONAU Ein schwarzer 3er-BMW sollte am Donnerstagabend einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, nachdem eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Beilngries den Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Staatsstraße 2232 feststellte. Der BMW befand sich zeitweise komplett auf der Gegenfahrbahn. Der 25-jährige Fahrzeugführer aus Neustadt setzte zur Flucht an, als ihm signalisiert wurde anzuhalten. Die Verfolgung verlagerte sich auf die B299. Dort kam es zu mehreren gefährlichen Situationen, als der Flüchtige immer wieder auf die Gegenfahrbahn geriet.

Die Polizei sucht insbesondere in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die durch den flüchtenden BMW gefährdet wurden. „Sollten Sie am Donnerstag zwischen 21.30 Uhr und 21:45 Uhr im Bereich der Staatsstraße 2232 bei Mindelstetten oder auf der B299 zwischen Pförring und Neustadt an der Donau in eine gefährliche Verkehrssituation verwickelt gewesen sein, melden Sie sich bitte bei der Polizeiinspektion Beilngries oder Kelheim unter der Nummer 08461/ 6403-0 oder unter der Nummer 09441/ 5042-0“, so der Aufruf.

Im weiteren Verlauf war der Beschuldigte mit circa 170 km/h unterwegs. Als die Streifenbesatzung versuchte, den Flüchtigen zu überholen, rammte dieser den Streifenwagen. Der Streifenwagen wurde gegen den Bordstein gedrückt. Der Pkw des Beschuldigten kam ins Schleudern, krachte mehrmals gegen die Betonwände einer Bahnunterführung und kam schließlich auf der Gegenfahrbahn zum Stehen. Hier mussten die eingesetzten Beamten den Mann gewaltsam aus dem Fahrzeug holen, da dieser versuchte, sich dort zu verbarrikadieren. Da der 25-Jährige erkennbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, wurde er zur Blutentnahme in ein Krankenhaus verbracht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Der Beschuldigte war außerdem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Polizei Kelheim ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und weiterer Delikte. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand bei dem Vorfall verletzt.


0 Kommentare