23.12.2017, 09:59 Uhr

Vermutlich beim Rauchen eingeschlafen 64-Jähriger stirbt bei Zimmerbrand

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Ein 64-jähriger Mann starb in der Nacht von Freitag auf Samstag, 22. auf 23. Dezember, an den Folgen eines Brandes in einem Einfamilienhaus in der Metzgerbräustraße in Hohenwart. Ein weiterer Mitbewohner im Alter von 76-Jahren erlitt eine starke Rauchgasvergiftung, konnte jedoch im Krankenhaus wieder so weit stabilisiert werden, sodass nach kurzer Zeit keine Lebensgefahr mehr für den Rentner bestand. Der entstandene Brandschaden beziffert sich auf rund 15 000 Euro. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen.

HOHENWART/LANDKREIS PFAFFENHOFEN AN DER ILM Gegen 22.45 Uhr bemerkte das 64-jährige Brandopfer noch selbst den Zimmerbrand und versuchte, sich eigenständig ins benachbarte Zimmer zu retten, um bei seinem Mitbewohner Hilfe zu holen. Beide Männer konnten sich zwar noch bei der im Erdgeschoss lebenden Vermieterin bemerkbar machen, verloren jedoch wenig später aufgrund der eingeatmeten Rauchgase das Bewusstsein.

Sofort alarmierte Rettungs- und Feuerwehrkräfte bargen unter schweren Atemschutz die beiden Männer aus dem Obergeschoss. Mit schwersten Rauchgasvergiftungen wurden sie in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Trotz laufender Reanimation verstarb der 64-jähriger Hausbewohner im Krankenhaus. Sein gegenüber wohnender Zimmernachbar überlebte das Brandunglück. Er konnte von den Ärzten so weit stabilisiert werden, dass nach deren Auskünfte derzeit keine Lebensgefahr mehr für den Rentner besteht.

Die 68-jährige Hausbesitzerin überstand den Brand unbeschadet. Sie rief ihren in der Nachbarschaft lebenden Sohn zur Hilfe. Dieser brachte seine Mutter noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte in Sicherheit.

Nach derzeitigem Stand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf eine Fremdbeteiligung. Die Kriminalbeamten gehen nach derzeitiger Sachlage davon aus, dass das getötete Brandopfer beim Rauchen eingeschlafen war und zu spät die Brandentwicklung an der eigenen Matratze bemerkte. Die Ermittlungen dauern an.


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