16.12.2017, 23:02 Uhr

Strafverfahren eingeleitet Zoll rettet auf der A8 drei Katzenbabys aus einem ukrainischen Sprinter


Bei der Kontrolle eines Sprinters aus der Ukraine auf der Autobahn A8 bei Leipheim hörten die Kontrollbeamten des Hauptzollamts Augsburg immer wieder ein leises Wimmern, das auf Befragen weder der Fahrer noch die zwei Mitreisenden erklären wollten.

AUGSBURG Während der Kontrolle wurde eine Vielzahl an Verstößen festgestellt. Die gesamte Ladefläche war mit gewerblichen Waren (Türen, Fenster, Leuchtreklame) aus der Ukraine, die ohne zollamtliche Behandlung eingeschmuggelt worden sind, vollgestellt. Gegen den Fahrer musste deshalb ein Strafverfahren eingeleitet werden. Zusätzlich wurden vorschriftswidrig neun Stangen Zigaretten, ohne die Abgaben dafür zu entrichten, nach Deutschland verbracht.

Erst als die gesamte Ladung des Sprinters in der Überholungshalle kontrolliert worden war, konnte im hintersten Ladebereich das Wimmern lokalisiert werden und es wurde ein mit Klebeband verschlossener Transportbehälter entdeckt. Auf engstem Raum befanden sich drei Katzenbabys in ihren Exkrementen. Das Versteck und der Zustand der winzigen Katzen legten die Vermutung nahe, dass sie seit dem Start des Sprinters in der Ukraine weder Wasser noch Nahrung erhalten haben. Es wurde sofort der Amtstierarzt hinzugezogen, der die Tiere im Tierheim unter Quarantäne gestellt hat, da die Katzenbabys zu jung und ohne Impfschutz waren. Darüber hinaus hatte der Fahrer gefälschte Papiere für die Kätzchen dabei.

Weitere Informationen zum gewerblichen und privaten Warenverkehr sind im Internet unter www.zoll.de zu finden. Gemäß § 29 Tiergesundheitsgesetz wirken die Zolldienststellen unter anderm bei der Überwachung der Einfuhr von lebenden Tieren mit.


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