30.11.2017, 20:41 Uhr

Im Vorhafen der Schleuse Riedenburg Brand auf einem Gütermotorschiff auf dem Main-Donau-Kanal

Großeinsatz für die Rettungskräfte im Landkreis Kelheim am frühen Donnerstagabend. (Foto: NEWS5/Pieknik)Großeinsatz für die Rettungskräfte im Landkreis Kelheim am frühen Donnerstagabend. (Foto: NEWS5/Pieknik)

Ein 86 Meter langes Gütermotorschiff mit Heimathafen Straßbourg befand sich auf der Reise von Ludwigshafen nach Riedenburg. Es hatte 1.102 Tonnen Mineraldünger geladen und sollte an der Lände in Riedenburg gelöscht werden.

RIEDENBURG Nachdem der 56-jährige ungarische Kapitän am Donnerstag, 30. November, gegen 17 Uhr das Schiff im Vorhafen der Schleuse Riedenburg gewendet und an der Kaimauer festgemacht hatte, stellte die zweiköpfige Besatzung starke Rauchentwicklung am Bug fest. Die Besatzung versuchte zwar noch, mit Feuerlöschern den Brand im Vorschiff zu bekämpfen, die Rauchentwicklung war jedoch so stark, dass der Brandort im vorderen Maschinenraum nicht mehr betreten werden konnte.

Die alarmierten Feuerwehren rückten mit Atemschutzgerät an und hatten den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf die Matrosenwohnung sowie die Ladung wurde verhindert.

Wie sich herausstellte, brannten mehrere Elektrokabel. Der Schaden dürfte im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich liegen, kann jedoch noch nicht genau beziffert werden. Es wurde niemand verletzt. Dem Kapitän wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen, da die Brandursache derzeit noch feststeht und noch weitere Ermittlungen geführt werden. Die durchgehende Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal war von 17.30 bis 18 Uhr gesperrt.


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