14.06.2019, 16:42 Uhr

Nach Kollision mit einem Baum: Ersthelfer retten Kleintransporter-Fahrer aus brennendem Fahrzeug


Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu

ALLERSHAUSEN Zum Glück waren couragierte Ersthelfer zur Stelle, nachdem ein Kleintransporter frontal mit einem Baum kollidiert war: Am Freitagvormittag, 14. Juni, um 10.10 Uhr ging bei den Einsatzzentralen der Feuerwehr und Polizei ein Notruf zu dem verunglückten Kleintransporter ein. Demnach war ein Mann mit einem Renault-Kleintransporter mit Planenaufbau von Allershausen in Richtung Freising gefahren. Kurz nach dem Ortsende, in einer lang gezogenen Rechtskurve, kam das Fahrzeug aus nicht nachvollziehbarem Grund nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Alleebaum. Der Baum drückte sich bis zur Rückwand in die Fahrerkabine und riss das Fahrgestell förmlich auseinander. Der Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und blieb wenige Meter daneben in einem Maisfeld liegen. Sogleich begann das Wrack zu brennen. Der verletzte Fahrer wurde von couragierten Ersthelfern aus der Gefahrenzone getragen. Zudem leisteten sie Erste-Hilfe-Maßnahmen bis der alarmierte Rettungsdienst und die Feuerwehr eintrafen. Trotz Löschversuche eines weiteren Ersthelfers stand der Renault innerhalb kürzester Zeit im Vollbrand. Das Fahrzeug brannte schließlich vollkommen aus.

Der Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Ingolstadt geflogen. Ermittlungen der Polizei und Erkenntnisse aus dem Klinikum Ingolstadt ergaben, dass es sich bei dem verunglückten Pkw-Fahrer um einen 30-jährigen polnischen Staatsangehörigen handelt, der für eine Transportfirma aus Neumarkt i.d. Oberpfalz tätig war. Sein Gesundheitszustand ist zwischenzeitlich nach einer Notoperation glückleicherweise stabil, sodass derzeit nicht mehr von lebensgefährlichen Verletzungen auszugehen ist. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte zog sich der Mann diverse Knochenbrüche zu. Zur Unfallursache konnte der 30-Jährige nach Mitteilung der Polizei noch nicht gehört werden.

Der Sachschaden dürfte insgesamt ca. 25.000 Euro betragen. Die Staatsstraße war an der Unfallstelle vollständig bis ca. 12.30 Uhr gesperrt. Die eingesetzten Feuerwehren leiteten den Verkehr an geeigneten Kreuzungen ab.

An der Unfallstelle waren neben der PI und VPI Freising auch die Feuerwehren Allershausen, Tünzhausen und Kranzberg (insgesamt 25 Feuerwehrangehörige) sowie drei Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, ein Notarzt sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.