15.12.2017, 11:05 Uhr

Die Umwelt immer im Blick E-Mobility bei der Bundespolizei am Flughafen

E-Autos der Bundespolizei können ab sofort über die eigene umwelt- und bundespolizeiblaue Ladesäule betankt werden. Die E-Streifenwagen müssen maximal vier Stunden aufgeladen werden. (Foto: Bundespolizei ja auch "für ähnl")E-Autos der Bundespolizei können ab sofort über die eigene umwelt- und bundespolizeiblaue Ladesäule betankt werden. Die E-Streifenwagen müssen maximal vier Stunden aufgeladen werden. (Foto: Bundespolizei ja auch "für ähnl")

Eigene Elektrotankstelle für die größte Bundespolizeidienststelle in Bayern

FLUGHAFEN Umweltschutz ist für die Bundespolizisten am Münchner Flughafen nicht nur eine leere Worthülse. Die Beamten wollen einen kleinen Beitrag zu den weltweiten Klimaschutzzielen und zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs leisten. Am besten kann eine Polizeidienststelle Emissionen bei den Streifenfahrten einsparen. Daher ist das Thema E-Mobilität enorm wichtig. Seit einiger Zeit fahren die Polizisten elektrisch, jetzt nahmen die Bundesbeamten auch eine eigene Ladesäule in Betrieb.

Nicht nur die Flughafen München GmbH verfolgt ein ambitioniertes Ziel; nämlich im Erdinger Moos den ersten deutschen Flughafen CO2-neutral zu betreiben. Auch die Bundespolizei arbeitet vehement daran, langfristig immer mehr elektrisierte Streifenwagen am Münchner Airport einzusetzen und so die Abgasemissionen am zweitgrößten deutschen Flughafen zu reduzieren.

Ein erstes Streifenfahrzeug im Testbetrieb sorgt seit ein paar Monaten dafür, dass die Streifenfahrten der Bundespolizisten die Umwelt rund ums Erdinger Moos weniger belasten. Mit dem E-Mobil war ein erster Schritt getan.

Einen zweiten Schritt auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Bilanz gingen die Bundespolizisten diese Woche. Seit Mittwoch, 13. Dezember, hat die größte Dienststelle der Bundespolizei in Bayern als erste behördliche Institution am Münchner Airport nun auch eine eigene Elektrotankstelle. Die Beamten nahmen eine – natürlich polizei- und umweltgetreu in blauer Farbe gehaltene – Ladesäule in Betrie. Weitere Elektroautos sollen angeschafft werden. Wo Reichweiten um die 150 bis 170 Kilometer andere Dienststellen schnell an ihre Grenzen bringen, können die Flughafenpolizisten mit Blick auf den kurzen Weg zur Ladesäule entspannt ihre Streifen fahren. Gerade die Infrastruktur am Flughafen, der räumlich begrenzte Streifenbereich und die Art der Aufgabenwahrnehmung einer Flughafendienststelle sind prädestiniert für den Einsatz elektrisch betriebener Streifenfahrzeuge. „Wo sonst, wenn nicht am Flughafen München sind Elektrofahrzeuge zur Gewährleistung der Sicherheit umweltschonend und zweckmäßig. Wir werden unseren Fuhrpark umweltbewusst umgestalten“, so Detlef W. Karioth, der Leiter der Bundespolizei am Flughafen München.

Mit der eigenen Ladesäule können zeitgleich zwei Dienstfahrzeuge mit 230 oder 400 Volt geladen werden. An der Säule finden sich sowohl Standardstecker für die Schnellladung von Fahrzeugbatterien als auch Schutzkontakt-Steckdosen.Ein komplett entleerter Streifenwagen kann nach etwa vier Stunden wieder mit Maximalreichweite (lt. Hersteller beim aktuellen Fahrzeug etwa 170 Kilometer) Dienstfahrten um die Vorfelder sowie die Start- und Landebahnen unternehmen.