25.02.2019, 14:06 Uhr

Unfallstatistik der Polizei Dingolfing Nur ein Verkehrstoter, aber viele Verletzte

Trotz erhöhten Bußgeldes müssen die Beamten nach wie vor regelmäßig Fahrzeugführer beanstanden, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen und damit ihre Reaktionszeit deutlich verlängern. (Foto: Lev Dolgachov/123rf.com)Trotz erhöhten Bußgeldes müssen die Beamten nach wie vor regelmäßig Fahrzeugführer beanstanden, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen und damit ihre Reaktionszeit deutlich verlängern. (Foto: Lev Dolgachov/123rf.com)

Nicht nur erfreuliche Zahlen zur Verkehrsunfallstatistik 2018 kann Johann Aigner, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Dingolfing, melden. Während lediglich ein Verkehrstoter zu beklagen war, stiegen die Unfallzahlen leicht an. Insbesondere war – nach einem Rückgang in 2017 – eine deutlich steigende Anzahl von verletzten Verkehrsteilnehmern zu verzeichnen.

DINGOLFING 1814 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 1700) mussten die Beamten der Polizeiinspektion Dingolfing 2018 in ihrem Dienstbereich, dem Altlandkreis Dingolfing (ohne Autobahn) aufnehmen. 242 Unfälle (Vorjahr 177) mit Verletzten wurden der Polizei gemeldet, dabei wurden insgesamt 322 Personen verletzt (Vorjahr: 231), davon 268 leicht (Vorjahr: 196) und 54 schwer (Vorjahr: 35).

Lediglich einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang mussten die Beamten der Polizeiinspektion Dingolfing im letzten Jahr aufnehmen. Am 29. Mai war ein 92-Jähriger in Mamming mit seinem Elektro-Fahrrad vom Radweg auf die Straße eingefahren, ohne auf den Verkehr zu achten. Er wurde von einem Pkw erfasst und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Bei weiteren 358 Unfällen handelte es sich um „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“, darunter fallen Vorfahrtsverletzungen, Unfälle beim Abbiegen und auch die 273 bei der Polizei angezeigten Unfallfluchten. Bei der Unfallaufnahme mussten die Beamten 22 Mal feststellen, dass einer der Beteiligten unter Alkoholeinfluss stand, bei vier Unfällen waren Drogen im Spiel.

Die überwiegende Anzahl der Unfälle, nämlich 1.214, waren sogenannte „Kleinunfälle“. Dazu zählen Auffahrunfälle, Unfälle beim Ausparken und Wildunfälle. 764 Unfälle mit Wildtieren, darunter 643 Rehe, wurden im Dienstbereich der PI Dingolfing aufgenommen. Womit die Wildunfälle einen Anteil von 42 Prozent an der Gesamtzahl der Unfälle haben.

Im 10-Jahres-Vergleich betrachtet, steigen die Unfallzahlen im Altlandkreis Dingolfing leicht an, was wohl dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen geschuldet ist. Erfreulicherweise ist bei den Verkehrstoten ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. Mit nur einem Verkehrstoten im letzten Jahr ist man auf einem neuen Tiefststand. Wobei jeder Verkehrstote einer zu viel ist, so Aigner.

Mit dem Umbau der Kreuzung Landshuter Straße/Kreuzstraße in einen Kreisverkehr konnte ein langjähriger Unfallschwerpunkt beseitigt werden. Seit der Inbetriebnahme im November musste die Polizei dort noch keinen einzigen Unfall aufnehmen, berichtet der Verkehrssachbearbeiter.

Probleme bereitet der Polizei das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“, die Ursache für so manchen Verkehrsunfall sein dürfte. Obwohl das Bußgeld für Handy-Benutzer auf 100 Euro erhöht wurde, müssen die Dingolfinger Beamten regelmäßig Fahrzeugführer beanstanden, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen und damit ihre Reaktionszeit deutlich verlängern.


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