19.11.2018, 14:56 Uhr

Europaweit per Haftbefehl gesucht Jugendliche Zündler gehen der Polizei ins Netz

Foto: neydt/123RF (Foto: neydt/123RF)Foto: neydt/123RF (Foto: neydt/123RF)

Mehrere Tage lang waren zwei Jugendliche aus dem Landkreis Dingolfing-Landau auf der Flucht vor der Polizei. An der ungarischen Grenze klickten die Handschellen.

MARKLKOFEN Mysteriöse Brandstiftung in Marklkofen: Zunächst unbekannte Täter zündeten am Dienstag vergangener Woche kurz nach Mitternacht eine Fußmatte vor einer Haustür in der Paulibrücke in Marklkofen an. Da sie offenbar einen Brandbeschleuniger verwendeten, breitete sich das Feuer schnell aus und hatte bereits auf die Innenseite der Tür übergegriffen. Gerade noch rechtzeitig bemerkte ein 78-jähriger Hausbesitzer einen Brand vor seiner Haustür. Ihm und seinem 40-jährigen Sohn gelang es, das Feuer zu löschen, bevor es auf die gesamte Wohnung übergreifen konnte. Trotz des schnellen Einschreitens entstand nach Polizeiangeben ein Sachschaden von rund 5.000 Euro-

Der Kriminaldauerdienst (KDD) der Kripo Landshut hat noch in der Nacht die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei wurde festgestellt, dass auch versucht wurde, den Balkon des Einfamilienhauses mit einer brennbaren Flüssigkeit in Brand zu setzen. Diese Flüssigkeit hatte sich glücklicherweise nicht entzündet.

Im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf einen 19-Jährigen aus Reisbach sowie einen 15-Jährigen aus Simbach b. Landau als mögliche Tatverdächtige. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut war zuvor am Dienstag in den frühen Morgenstunden die Wohnung eines möglichen weiteren Tatverdächtigen durchsucht worden.

Die beiden flüchtigen Tatverdächtigen, nach denen mit einem Europäischen Haftbefehl über mehrere Tage bis ins benachbarte Österreich und Ungarn intensiv gefahndet wurde, konnten am Donnerstag, 15. November, gegen Mittag im Bereich der ungarisch-kroatischen Grenze durch die ungarische Polizei festgenommen werden.

Derzeit läuft die Überstellung der beiden Tatverdächtigen aus Ungarn an die deutschen Behörden. Die Hintergründe der Tat liegen weiter im Dunkeln: “Zum Tatmotiv können aufgrund der laufenden Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Details mitgeteilt werden“, so ein Polizeisprecher..


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