27.09.2019, 11:55 Uhr

200.000 Euro Schaden Drei Sattelzüge krachten bei Halbmeile aufeinander

(Foto: zema-medien )(Foto: zema-medien )

Schon wieder ein schwerer Lkw-Unfall auf der A3 – 22 Bußgeldverfahren gegen sensationslüsterne Handy-Filmer

DEGGENDORF. Heute Vormittag, 27. September, gegen 9.20 Uhr ereignete sich auf der BAB A 3, Fahrtrichtung Passau, kurz vor dem Parkplatz Griesweiher Höhe Seebach ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Sattelzuügen.

Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens staute sich der Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen immer wieder. Dies übersah offensichtlich der Fahrer eines deutschen Silozuges, der mit Zement beladen war. Um eine frontale Kollision zu vermeiden, versuchte der Fahrer noch auf den Pannenstreifen auszuweichen. Dies schaffte er aber nicht mehr vollständig und blieb mit seiner linken Front am rechten hinteren Eck des Aufliegers hängen, der dadurch aufgerissen wurde. Dieser Sattelzug hatte leere Getränkekisten geladen. Im Anschluss zog der Silozugfahrer wieder nach links und prallte noch gegen das rechte Heck des davor stehenden Sattelzuges, der mit Kunststoffgranulat in Big-Bags beladen war. Der Fahrer des auffahrenden Lkws wurde durch den Unfall leicht verletzt und kam mit Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Deggendorf. Durch die Unfallfahrzeuge ist der rechte Fahrstreifen und der Pannenstreifen blockiert; der Verkehr wird auf dem linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet. Ein beauftragtes Bergungsunternehmen ist vor Ort und versucht, die Fahrzeuge bis zum nahegelegenen Parkplatz Griesweiher zu ziehen, um dort vor einem endgültigen Abtransport der Havaristen die Ladung auf andere Fahrzeuge umzuladen. Der Rückstau reichte bis über das Autobahnkreuz Deggendorf und somit auch auf die A 92 zurück. Der Schaden an den beteiligten Fahrzeugen wird auf ca. 200.000 Euro geschätzt.

Gegen 15 Uhr waren alle unfallbeteiligten Fahrzeuge geborgen. Eine Spezialfirma musste, die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen reinigen. Die Fahrbahn konnte erst um 15.20 Uhr wieder für den Verkehr frei gegeben werden.

Die Sensationslust ist ungebrochen: An der Unfallstelle mussten insgesamt 22 Fahrzeugführer beanstandet werden, die die Unfallsituation mit ihrem Handy filmten. Gegen sie werden Bußgeldverfahren eingeleitet.


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