22.08.2019, 11:22 Uhr

Update Auseinandersetzung vor dem Ankerzentrum Deggendorf

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Wir bereits berichtet, kam es am Dienstagabend, 20. August, vor dem Ankerzentrum in Deggendorf zu einer tätlichen Auseinandersetzung innerhalb einer größeren Personengruppe.

DEGGENDORF Die Kriminalpolizei Deggendorf hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. An der Auseinandersetzung waren rund 30 Personen beteiligt.

Aus bisher noch ungeklärter Ursache entwickelte sich ein Streit, der sich schließlich im weiteren Verlauf zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Nigerianern und Aserbaidschanern hochschaukelte. Nach aktuellem Stand wurden vor Ort zehn Personen durch den Rettungsdienst behandelt, darunter drei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und zwei Polizeibeamte. Diese Zahl ist aber noch nicht abschließend, da die Ermittlungen noch andauern.

Die beiden Polizeibeamten wurden im Rahmen von Gewahrsamsnahmen leicht verletzt. Die anderen Personen erlitten ebenfalls leichte Verletzungen, eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus war nicht erforderlich.

Insgesamt wurden sechs Personen in Gewahrsam genommen. Dabei handelt es sich um zwei Männer aus Nigeria (26 und 30 Jahre) und vier Aserbaidschaner (18, 26, 35 und 39 Jahre). Die Kriminalpolizei Deggendorf prüft nun in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf etwaige Straftatbestände und ermittelt unter anderem wegen Verdacht des Landfriedensbruches, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamtebeziehungsweise tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf wurden am gestrigen Mittwoch drei Tatverdächtige, der 26-jährige Nigerianer und zwei Aserbaidschaner (19 und 39 Jahre), zur Prüfung der Haftfrage dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Die drei anderen Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Im Rahmen der Ermittlungen konnten mittlerweile noch zwei weitere Tatverdächtige aus Aserbaidschan (37 und 36 Jahre) ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Bei ihnen wird derzeit die Haftfrage geklärt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Deggendorf und der Staatsanwaltschaft Deggendorf dauern an.


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