18.03.2019, 15:45 Uhr

Unfälle auf den Autobahnen Panische Pferde auf der A3

(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)

Auf den Autobahnen im Landkreis Deggendordorf ereigneten sich über das vergangene Wochenende insgesamt sieben Verkehrsunfälle.

DEGGENDORF So ereignete sich bereits am Freitagnachmittag auf der Deggenauer Donaubrücke in Fahrtrichtung Passau ein Auffahrunfall mit vier Autos. Hier übersah ein rumänischer Pkw-Fahrer offensichtlich, dass sich vor ihm der Verkehr staute. Er fuhr einem Pkw-Fahrer aus Baden-Württemberg hinten auf und schob diesen noch in zwei andere Fahrzeuge. Zwei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand Schaden in Höhe von etwa 15.000 Euro.

Am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr ereignete sich kurz vor Hengersberg, Fahrtrichtung Frankfurt, ein weiterer Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos. Hier fuhr ein Passauer einem Pkw-Fahrer aus dem Rheinland hinten auf. Bei der Unfallaufnahme beschuldigten sich jedoch beide gegenseitig, den Unfall verursacht zu haben. Angeblich wäre der vordere Pkw-Fahrer unmittelbar vor dem Anprall nach links gezogen und hätte so den Bremsweg des Nachfolgenden verkürzt, der deshalb hinten auffuhr. Zur Klärung des Unfallhergangs sucht die Verkehrspolizei Deggendorf Zeugen des Unfalls. Diese werden gebeten, sich unter 0991/3896-0 zu melden.

Am Samstagmittag geriet ein kroatischer Sattelzugfahrer auf der A3, Fahrtrichtung Passau, kurz nach dem Parkplatz „Isarmündung“, aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte auf einer Länge von rund 120 Metern die Leitplanke. Außerdem wühlte er mit den rechten Rädern das aufgeweichte Bankett auf, bis er vollends einsank und sich ohne fremde Hilfe nicht mehr aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Eine Lkw-Abschleppfirma musste anrücken und den Sattelzug auf die Fahrbahn zurückziehen. Die Autobahnmeisterei Pankofen war vor Ort und sicherte die Bergungsaktion ab. Außerdem musste sie mit einem Kehrfahrzeug die Fahrbahn vom ausgeworfenen Erdreich reinigen.

Glück im Unglück hatte am Sonntagmorgen ein Wiener Gespannfahrer auf der A3 bei Hengersberg, Fahrtrichtung Passau. Kurz vor der Anschlussstelle Hengersberg platzte an dem mitgeführten Pferdeanhänger ein Reifen, wodurch das gesamte Gespann außer Kontrolle geriet und gegen die rechte Leitplanke schleuderte. Von dort abgelenkt krachte es noch in die Mittelleitplanke und kam dann quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Durch den Crash öffnete sich die Heckklappe des Pferdetransporters und die beiden erschrockenen Vierbeiner flüchteten aus dem Anhänger. Zum Glück blieben die Pferde neben der Fahrbahn stehen und ließen sich von ihrem Besitzer problemlos wieder einfangen. Um sie nicht weiteren Gefahren auszusetzen, führte man die Tiere von der Autobahn, wo sie von einem Bekannten übernommen werden konnten. Das Gespann musste abgeschleppt werden. Es entstand Schaden in Höhe von rund 30.000 Euro, verletzt wurden weder Menschen noch Tiere.


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