26.07.2018, 15:25 Uhr

Bedrohung mit Messer 24-Jähriger dreht nach Beziehungsaus durch

(Foto: cursedsenses/123RF)(Foto: cursedsenses/123RF)

Bedrohung mit Messer und Widerstand gegen Polizeibeamte.

OSTERHOFEN Am Mittwochabend, 25. Juli, gegen 21 Uhr teilte eine Mutter aus Osterhofen mit, dass ihr 24-jähriger Sohn „vollständig durchdreht und sich selbst etwas antun will“. Als Beweis schickte die Frau ein Video, in dem der Mann mit nacktem Oberkörper und blutenden Schnittwunden zu sehen ist. Der Grund hierfür dürfte in der kürzlichen Trennung von der Freundin und seinem Kind liegen.

Die Beamten der Polizeiinspektion Plattling und ein Rettungswagen machten sich sofort auf den Weg nach Osterhofen. Zusammen mit weiteren Kollegen der PI Deggendorf wurde das Wohnanwesen umstellt und die Wohnungstüre mit einem Geißfuß geöffnet, nachdem sichergestellt war, dass sich der Mann in der Wohnung befindet. Nach Betreten der Wohnung wurde der Mann in der Küche angetroffen. Er schrie, die Polizei solle die Wohnung sofort wieder verlassen. Dabei nahm er ein rund 30 Zentimeter langes Küchenmesser in die rechte Hand und zeigte mit der Spitze auf die Polizeibeamten. „Der Mann wurde mehrere Male aufgefordert, das Messer wegzulegen, was nicht geschah“, so die Polizei.

Nachdem der Beschuldigte mit dem Messer in der Hand vom Küchenblock in Richtung der Polizeibeamten ging, wurde ihm durch den Einsatzleiter der Schusswaffengebrauch angedroht. Zwischenzeitlich wurde durch die Beamten auch Pfefferspray eingesetzt. Der Mann ließ dann das Messer fallen und flüchtete in das dahinterliegende Schlafzimmer. Dort konnte er unter Anwendung von unmittelbarem Zwang trotz heftiger Gegenwehr auf dem Bett gefesselt werden.

Beim Verlassen des Schlafzimmers versuchte der Beschuldigte, mit einem gezielten Kopfstoß einen Beamten zu verletzen. Insgesamt wurden vier Beamte benötigt, um den Beschuldigten zu bändigen.

Der Mann wurde im Anschluss vor Ort durch einen Arzt erstversorgt. Die Beamten wurden leicht verletzt, blieben aber dienstfähig. Die FFW Osterhofen war ebenfalls vor Ort und konnte die Wohnung wegen des Pfeffersprays nur mit Atemschutz betreten und anschließend verschalen.

Bei dem Mann wurde eine Blutentnahme im KH Deggendorf angeordnet. Nach der Erstversorgung und der Blutentnahme wurde der Beschuldigte ins Bezirkskrankenhaus Mainkofen eingeliefert.


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