21.06.2018, 09:59 Uhr

Check-in Das war der erste Tag der Panther Challenge 2018


Deutschlands härtestes Schülerpraktikum zum fünften Mal in Deggendorf.

DEGGENDORF Pünktlich um 8 Uhr öffnete sich die Schranke an der Wache der Bundespolizeiabteilung Deggendorf. 100 Schüler meldeten sich für drei Tage zum Dienst. Bepackt mit Schlafsack, Wäsche und weiteren Utensilien wurden sie beim Check-In in Züge und Gruppen aufgeteilt und Ihren Ausbildern zugewiesen. Anschließend bezogen sie ihre Unterkunft in einer Zeltstadt und tauschten Jeans, Jogginghose und T-Shirt gegen Uniform und Base-Cap.

Woher der Wind weht, merkten die Jugendlichen bereits beim Rundgang durch den Standort und der Einweisung in die Liegenschaft, die sie geordnet in Reih und Glied zu absolvieren hatten.

Im Anschluss daran begrüßte Abteilungsführer, Polizeidirektor Mario Konjevic, die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und beglückwünschte sie zur Qualifikation, an Deutschlands härtestem Schülerpraktikum teilnehmen zu dürfen. Sie konnten sich im Vorfeld aufgrund von Eignung, Befähigung und Leistung gegen rund 500 Bewerber durchsetzen. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Teilnahme des 15-jährigen Lukas Kubitscheck. Lukas ist von Geburt an an den Rollstuhl gefesselt. Als ausgesprochener Polizei-Fan war es sein größter Wunsch, bei der Challenge dabei zu sein. Diesen Wunsch hat ihm die Bundespolizei gerne erfüllt, wobei der Passauer so weit wie möglich in das Programm integriert wird.

Noch am Vormittag gab Einstellungsberaterin, Polizeihauptkommissarin Assanassia Konjevic, einen kurzen theoretischen Einblick in die Organisation, Aufgaben und Verwendungsmöglichkeiten bei der Bundespolizei, bevor die Jungs und Mädls im Rahmen der Formalausbildung ins Schwitzen kamen. „In Linie antreten“, „links um“, „rechts um“ und „im Gleichschritt marsch“, so die Befehle der Ausbilder, die zu befolgen waren.

Vor dem Mittagessen war noch einmal volle Konzentration gefordert, indem sie in die Turnhalle zum Diktat, das auch Bestandteil des Einstellungstests bei der Bundespolizei ist, zitiert wurden.

Nachmittags fanden sich die Teilnehmer inmitten einer Fußballlage wieder. Hooligans randalierten im Zug und am Bahnsteig, warfen Böller und zündeten Rauchkörper. Dies ist eine Situation, die die Bundespolizisten nicht selten anlässlich von Fußballbegegnungen bundesweit im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich zu bewältigen haben.

Drei Wasserwerfer standen bereit, die die Praktikanten im Laufschritt zu begleiten hatten, um rivalisierende, gewalttätige Gruppen voneinander zu trennen. Nach mehrmaliger Aufforderung sich zu entfernen, hieß es letztendlich „Wasser marsch!“. Dieses imposante polizeiliche Einsatzmittel hinterließ sichtlich Respekt und Eindruck. Ohne Verschnaufpause ging es – natürlich wieder im Laufschritt - von der Bundespolizeiabteilung entlang des Bogenbaches an das Donauufer. Eine rasante Spritztour auf der Donau mit den Dienstbooten der technischen Einsatzeinheit sorgte für eine willkommene Abkühlung. Weiter ging es mit der Vorführung einer Abseilübung an der neuen Fußgängerbrücke, die das Bergen und Retten von Menschen aus Höhen vor Augen führte. Besonders Mutige durften selber in den Seilen hängen und ließen sich abseilen. Ein Grillabend zusammen mit den Bundespolizisten rundete den ersten Tag ab. Viel Zeit zum Chillen blieb jedoch nicht. Zapfenstreich: 22 Uhr. Fortsetzung folgt.


0 Kommentare