11.09.2020, 14:01 Uhr

Alle Anwohner dürfen zurück Bombe entschärft: OB Dr. Hümmer dankt Einsatzkräften

 Foto: @Agnes Giesbrecht/Stadt Traunstein Foto: @Agnes Giesbrecht/Stadt Traunstein

Entwarnung für alle Anwohner: Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Donnerstag bei Bauarbeiten an der Chiemseestraße in Traunstein gefunden wurde, ist entschärft.

Traunstein. Nach der Evakuierung des Gebiets rund um den Fundort konnte das Team des Kampfmittelräumdienstes die beiden Zünder der 135 Kilogramm schweren Bombe deaktivieren. Die Anwohner können nun in ihre Häuser zurück und die Straßen sind wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Bombe war am Donnerstag bei Bauarbeiten an der Chiemseestraße zu Tage getreten. Nach einer Lagesondierung mit dem Sprengmeister beschloss der Krisenstab im Rathaus, am nächsten Morgen alle gut 1100 Anwohner im Umkreis von 350 Metern rund um den Fundort zu evakuieren.

Bis Freitag, 8 Uhr, sollten alle Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Zahlreiche Freiwillige waren im Einsatz, um Stadt, Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen. Gemeinsam errichteten sie Straßensperren, bereiteten die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Grundschule als Notunterkunft vor, versorgten die Helfer mit Getränken und Essen oder überprüften jede Wohnung und jedes Haus, ob es auch wirklich verlassen war.

Gegen 10 Uhr war die Evakuierung des Gefahrenbereichs abgeschlossen, sodass um 10.20 Uhr die Entschärfung angeordnet werden konnte. Bereits gegen 11 Uhr konnte der Sprengmeister Entwarnung geben. Er hatte beide Zünder deaktiviert und die Bombe verladen. Sie wird nun eingelagert und am Ende des Jahres vernichtet.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer betonte das herausragende Engagement aller Einsatzkräfte: „Ohne diese tatkräftige Hilfe wäre ein solcher Einsatz nicht zu stemmen. Insgesamt waren mehr als 250 Personen im Einsatz – ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Traunstein mit Bauhof und Stadtwerken, den Einsatzkräften der Polizei, des Roten Kreuzes, der Malteser Hilfsdienste und der Integrierten Rettungsleitstelle Traunstein, der Deutschen Bahn, und den rund 130 Feuerwehrlern aus Traunstein, Surberg, Wolkersdorf, Erlstätt, Grabenstätt, Haslach, Vachendorf, Heiligkreuz, Trostberg, Stein und Eisenärzt. Herzlich danke ich auch Jürgen Pieperhoff, der das Bürgertelefon der Stadt Traunstein betreute.“


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