07.07.2020, 16:47 Uhr

Mehrstündige Rettungsaktion Vermisste Bergwanderer am Watzmann gerettet

Nach einer mehrstündigen Such- und Rettungsaktion konnten die beiden Bergwanderer am Watzmann in 2300 Meter Höhe gerettet werden. Foto: Polizei BayernNach einer mehrstündigen Such- und Rettungsaktion konnten die beiden Bergwanderer am Watzmann in 2300 Meter Höhe gerettet werden. Foto: Polizei Bayern

An beiden Einsatztagen waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht, 6 Bergführer der Polizei Berchtesgaden, 2 Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber im Einsatz

Berchtesgaden. Die Polizei Berchtesgaden konnte am Dienstagvormittag, 7. Juli, telefonisch Kontakt mit einem der seit Montag vermissten Bergwanderer herstellen. Beiden ging es den Umständen entsprechend gut.

Die Nacht hatten sie in einer Höhle in 2.300 Meter Höhe - ca. 100 Höhenmeter unterhalb der Biwakschachtel - in der Watzmannostwand verbracht. Die beiden aus Baden Würtemberg stammenden Bergwanderer waren aufgrund Erschöpfung und Ermüdung nicht mehr in der Lage den Weg fortzusetzen. Eine Rettung mit dem Polizeihubschrauber war deswegen erforderlich.

Dichter Nebel verhinderte über Stunden hinweg zunächst eine Rettung mit dem Hubschrauber. Erst nachdem sich der Nebel einigermaßen in der Watzmannostwand lichtete, konnte der Polizeihubschrauber zwei Einsatzkräfte der Bergwacht an der exponierten Auffindestelle absetzen. Im Anschluss konnte der Polizeihubschrauber „Edelweiß 4“ nacheinander die beiden sichtlich erschöpften Bergwanderer nach Kühroint ausfliegen.

Ersten Angaben zufolge begaben sich die beiden Bergwanderer am Sonntag in der Früh zum Einstieg in die Watzmannostwand und nächtigten bereits von Sonntag auf Montag in einem Biwakloch. Im Laufe des Montags setzten der 48-Jährige und der 55-Jährige ihren Weg fort. Aufgrund der Wetterlage verstiegen sie sich im nicht markierten Steig der Watzmannostwand im Bereich der Dabelsteinplatte und kamen dabei vom Weg ab.

Danach betätigte der 48-Jährige die SOS Alpin App, wodurch die Einsatzkräfte die aufwändigen Suchmaßnahmen starteten.

An beiden Einsatztagen waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht, 6 Bergführer der Polizei Berchtesgaden, 2 Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber im Einsatz.