24.09.2019, 16:21 Uhr

Endstation Grenzkontrolle Afghanische Frau gab 11.000 Euro für gefälschte Papiere aus

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Bundespolizei hat am Montag, 23. September, mehrere Personen mit gefälschten beziehungsweise falschen Dokumenten in Fernreisebussen festgenommen. Drei afghanische Staatsangehörige versuchten, sich die Einreise mit griechischen Papieren zu erschwindeln. Ein Türke hingegen gab sich als Belgier aus.

KIEFERSFELDEN. In den Mittagsstunden stoppten Bundespolizisten auf Höhe Kiefersfelden einen Reisebus, der auf dem Weg von Italien nach München war. Bei der Kontrolle der Insassen legte eine Afghanin für sich und ihre Kinder gültige Pässe und griechische Asylkarten vor. Schnell entlarvten die Beamten die ausgehändigten Aufenthaltstitel als Fälschungen. Die 31-Jährige, ihr elfjähriger Sohn sowie ihre zweijährige Tochter mussten ihre Reise beenden und den Bundespolizisten zur Dienststelle nach Rosenheim folgen. Dort erzählte die Frau, dass sie die Papiere in Griechenland von einem Schleuser erworben habe. Dafür hatte sie 11.000 Euro zahlen müssen. Mithilfe der Fingerabdrücke ließ sich herausfinden, dass die drei Afghanen in Griechenland bereits Asyl beantragt hatten. Daher müssen sie die Rückreise nach Athen antreten. Ein 46-Jähriger, der ebenfalls im Bus unterwegs war, legte in der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn eine belgische Identitätskarte vor. Schnell erkannten die Bundespolizisten, dass die Person nicht mit dem Ausweisinhaber übereinstimmt. Das Dokument war von den Behörden in Belgien als gestohlen ausgeschrieben. Der türkische Staatsangehörige wurde festgenommen. Am Tag nach seiner Festnahme soll er in einem „beschleunigten Verfahren“ dem Richter vorgeführt werden.


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