05.02.2019, 11:28 Uhr

Vorsicht ist geboten Verdächtige „Teppichreiniger“ wollten 12.000 Euro für Reinigung und Reparatur dreier Teppiche

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Polizeiinspektion Traunstein ermittelt derzeit wegen Betrugsverdacht gegen angebliche Teppichreiniger, die ihre Kunden mit Wurfzetteln locken. Zuletzt lagen solche Prospekte in regionalen Tageszeitungen.

TRAUNSTEIN Am Donnerstag hatte ein 80-jähriger Traunsteiner auf so einen Flyer reagiert und 3 Teppiche abholen lassen. Die beiden Männer stellten angeblichen Motten- und Milbenbefall fest und eröffneten dem Pensionisten zuerst einen Kostenvoranschlag über 12 000 EUR. Bei etwa 8000 EUR Reinigungs- und Reparaturkosten wurden sich der 80-Jährige und die beiden Teppich-Reiniger zunächst einig. Später aber kamen dem Traunsteiner Bedenken und er wandte sich an die Polizei.

Zwei Verdächtige aus Nordrhein-Westfalen wurden deshalb am Samstag wegen Betrugsverdacht kurzzeitig festgenommen. Nach Feststellung der Personalien wurden die beiden 20jährigen und 27jährigen selbstständigen Kaufleute wieder freigelassen. Die angeblich befallenen Teppiche wurden durch die Polizei sichergestellt. Ob tatsächlich ein Betrug vorliegt, müssen die Ermittlungen zeigen.

Die Polizei Traunstein mahnt zur Vorsicht bei solchen „Haustürgeschäften“, denn nicht selten übersteigen die Reinigungskosten den tatsächlichen Wert des Teppichs mehrfach. Lassen Sie fremde Leute nie unbeaufsichtigt im Haus. Holen Sie Freunde, Verwandte oder Nachbarn dazu.


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