24.10.2018, 14:14 Uhr

Autohändler wollte Geld sparen Mit missbräuchlich verwendeten Kennzeichen auf Einkaufstour

(Foto: lightpoet/123rf.com)(Foto: lightpoet/123rf.com)

Ein portugiesischer Autohändler wollte sich das Zulassungsverfahren und die damit verbundenen Kosten ersparen. Deshalb stattet er kurzerhand den zuvor erworbenen Pkw mit anderweitig ausgegebenen Kennzeichen aus und wollte so eine ordnungsgemäße Zulassung vortäuschen.

PIDING. Am Dienstag, den 23.10.2018, zur Mittagszeit, fiel den Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Piding ein MINI auf der A8 ins Auge, welcher mit niederländischen Ausfuhrkennzeichen versehen war. Das Interesse einmal geweckt, wurden der Pkw und seine drei portugiesischen Insassen an der Tankstelle Piding einer Kontrolle unterzogen.

Der Beifahrer gab an, auf Pkw-Einkaufstour zu sein und mit dem gerade zuvor in München erworbenen Mini, das nächste Ziel in Österreich anzusteuern. Den Kauf konnte er durch die entsprechenden Dokumente nachweisen. In Erklärungsnot kam der Autohändler allerdings, als die Beamten nach dem Grund für die angebrachten niederländischen Kennzeichen fragten, für welche auch keinerlei Papiere vorhanden waren.

Die Erklärung, ein Freund habe sie ihm gegeben und mehr wisse er nicht, war für einen nach eigenen Aussagen hauptberuflichen Autohändler eher unzureichend.

Für die Fahnder erhärtete sich der Verdacht, dass der portugiesische Autohändler auf diese Weise lediglich die Kosten einer Zulassung umgehen wollte. Wie die vor Ort getätigten Ermittlungen ergaben, wurden die angebrachten Kennzeichen ursprünglich in den Niederlanden zur Ausfuhr eines Peugeot ausgegeben und deren Gültigkeitsdauer war bereits seit geraumer Zeit abgelaufen. Zudem konnten noch drei weitere abgelaufene niederländische Kennzeichenpaare im Fahrzeug aufgefunden werden. Hierzu wollte sich der Autohändler nicht äußern.

Die vermeintliche Ersparnis zahlte sich jedenfalls in keinster Weise aus. Da für den Pkw zum Zeitpunkt der Kontrolle weder Versicherung noch eine Zulassung vorlagen, wurde der Fahrer als auch der Autohändler als Eigentümer, wegen diverser Verstöße zur Anzeige gebracht. Zudem war die Weiterfahrt für das Trio erst möglich, nachdem sie sich um die ordnungsgemäße Zulassung - wie sie von Anfang an notwendig gewesen wäre - gekümmert hatten.


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