26.09.2018, 15:28 Uhr

Grenzkontrollen Besoffener Slowake und schlagkräftige Brasilianerin beschäftigten Beamte

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Am Dienstagabend (25. September) waren die Bundespolizisten in der Grenzkontrollstelle auf der A 93 nicht nur wegen mehrerer albanischer, georgischer oder türkischen Pkw- und Businsassen, die ohne die notwendigen Einreisepapiere unterwegs waren, gefordert. Auch eine gewalttätige Brasilianerin hat die Bundespolizei längere Zeit beschäftigt. Außerdem musste der Pkw eines Slowaken, der „durchgebrochen“ war, verfolgt werden.

KIEFERSFELDEN Der slowakische Autofahrer wollte sich beim Grenzübertritt gar nicht erst kontrollieren lassen. Der Weisung der Bundespolizei, anzuhalten, kam er nicht nach. Stattdessen gab er an der Kontrollstelle bei Kiefersfelden Gas und fuhr davon. Nach kurzer Verfolgung auf der Inntalautobahn konnte der Slowake gestoppt werden. Schnell stellte sich heraus, weshalb der 54-Jährige kein Interesse an einer Kontrolle hatte. Die Beamten nahmen im Fahrzeug einen starken Alkoholgeruch wahr. Ein Test ergab, dass der Mann mit einem Alkoholwert von über zwei Promille fuhr. Der Betrunkene wurde festgenommen und der Polizeiinspektion Kiefersfelden überstellt. Auf ihn kommt ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr zu.

Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wird sich eine Brasilianerin verantworten müssen. Die Frau war zu Fuß auf der Tank- und Rastanlage Inntal-Ost unterwegs und lief auf die eingesetzten Kontrollkräfte zu. Als diese die 44-Jährige ansprachen und nach dem Ausweis fragten, wurde sie sogleich ausfällig und aggressiv. Zunächst beschimpfte sie die Beamten lautstark, dann verlieh sie ihrem Missmut mit Schlägen Nachdruck. Die Frau, die sich offenkundig in einer psychischen Ausnahmesituation befunden hatte, wurde zur Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht. Auch dort ging sie die Beamten mittels körperlicher Gewalt an, so dass sie gefesselt werden musste. Die grenzpolizeilichen Nachforschungen ergaben, dass die brasilianische Staatsangehörige über eine österreichische Aufenthaltsgenehmigung verfügt und in Österreich einen festen Wohnsitz hat. Nachdem sie sich schließlich beruhigt hatte, stellte ein hinzugezogener Arzt fest, dass eine Selbstgefährdung der Frau ausgeschlossen werden könne. Daher wurde sie am Mittwochmorgen aus dem Gewahrsam entlassen. Wegen ihrer Tätlichkeiten wird sie sich voraussichtlich schon bald verantworten müssen. Der Vorwurf: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.


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