10.08.2018, 09:57 Uhr

Als gestohlen gemeldet Zwei hochwertige BMW durch die Grenzpolizei sichergestellt

(Foto: Grenzpolizei Piding)(Foto: Grenzpolizei Piding)

Gleich zwei BMW-Fahrer mussten am Montag, 6. August 2018, nach erfolgter Kontrolle durch die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding ohne ihre Fahrzeuge die Weiterreise antreten. Zumindest einer von ihnen hat gute Erfolgsaussichten, seinen Pkw in naher Zukunft wieder in Empfang nehmen zu dürfen.

PIDING Kurz nach Mitternacht stoppten die Fahnder einen BMW M3 Cabrio mit britischer Zulassung auf der A8, kurz bevor dieser das Bundesgebiet verlassen hätte. Aufgrund von Verdachtsmomenten wurden die rumänische Fahrerin und ihr türkischstämmiger britischer Begleiter für eine eingehende Kontrolle mitsamt ihrem Pkw auf die Dienststelle geleitet.

Dort konnte zunächst eine Kleinmenge Marihuana in der Kleidung der 29-Jährigen aufgefunden werden, bevor die Beamten den BMW M3 genauer unter die Lupe nahmen.

Trotz des Einfallreichtums wurden die Fahnder nach kurzer Zeit erneut fündig. Im Bereich des Abgastunnels befand sich ein Päckchen mit über 10 Gramm Marihuana. Der 41-jährige Brite gab sofort zu verstehen, dass es sich bei beiden Drogenfunden um sein Eigentum handeln würde.

Doch mit einer Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz sollte die Sache noch nicht beendet sein. Denn auch der BMW M3 selbst erweckte das Interesse der Beamten - die Fahrgestellnummer sowie weitere Unregelmäßigkeiten ließen den Verdacht einer Manipulation aufkommen. Die Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen, denn letztendlich konnte die wahre „Identität“ des BMW ermittelt werden. Eine Überprüfung dieser „Identität“ im Fahndungsbestand ergab, dass der BMW im Dezember 2015 in Großbritannien als gestohlen gemeldet worden war.

Der BMW M3 wurde daraufhin sichergestellt und das Pärchen wegen Verdachts der Urkundenfälschung und Hehlerei zum Zwecke der Kfz-Verschiebung zur Anzeige gebracht.

Die weitere Sachbearbeitung wurde zuständigkeitshalber an das Fachkommissariat K10 der KPI Traunstein übergeben. Die dortigen Angaben des Beschuldigten trugen zwar zu seiner Entlastung bei, bedürfen jedoch noch weiterer Ermittlungen. Letztendlich konnte das Pärchen ihre Reise zusammen mit Bekannten fortsetzen - jedoch ohne das schicke Cabrio.

 

 

Gegen 21 Uhr geriet erneut ein BMW auf der A8 ins Visier der Schleierfahnder aus Piding. Der 36-jährige Rumäne mit Wohnsitz in Stuttgart, konnte alle erforderlichen Dokumente für die Insassen als auch für den Pkw vorweisen.

Bei einer routinemäßigen Überprüfung der rumänischen Kennzeichen im Schengener Informationssystem stellten die Beamten eine Ausschreibung von Italien zur Sicherstellung des BMW 520 fest.

Zur genaueren Klärung, wurde der Rumäne zusammen mit seiner Frau und deren gemeinsamen Sohn, auf die Dienststelle nach Piding / Urwies verbracht.

Die über das BKA veranlasste Überprüfung der vorliegenden Ausschreibung in Italien bestätigt, dass der Pkw seit Januar dieses Jahres als gestohlen gemeldet und somit sicherzustellen ist.

Auch in diesem Fall übernahm die weitere Sachbearbeitung zuständigkeitshalber das Kommissariat 10 der KPI Traunstein.

Erste Ermittlungen ergaben, dass es der vorherige Leasingnehmer aus Italien scheinbar mit der Zahlung seiner monatlichen Raten nicht so genau nahm und der BMW deshalb seitens des Leasingunternehmens kurzerhand zurückgeholt und neu vergeben wurde. Der zahlungsunwillige Leasingnehmer in Italien meldete den Pkw daraufhin als gestohlen.

Bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes verbleibt der BMW auf der Dienststelle in Piding. Der in Deutschland wohnhafte Besitzer darf jedoch guter Hoffnung sein, sein Fahrzeug bald wieder in Empfang nehmen zu dürfen.


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