02.08.2018, 11:07 Uhr

Nach Festnahme Tunesier versucht Dolmetscherin zu bestechen

(Foto: Bundespolizei )(Foto: Bundespolizei )

Ein Tunesier, der mit gefälschten Papieren nach Deutschland kam, hat während der Vernehmung bei der Bundespolizei in Rosenheim offenbar versucht, eine Dolmetscherin zu bestechen. Die Beamten verweigerten ihm die Einreise und nahmen ihm außerdem noch 800 Euro ab.

KIEFERSFELDEN / ROSENHEIM Auf den Nordafrikaner trafen die Bundespolizisten auf der A93 in einem italienischen Reisebus. Gegenüber den Beamten gab er an, über keinen Ausweis zu verfügen. Dies erschien jedoch unglaubwürdig, da laut Busfahrer alle Fahrgäste beim Zustieg in Italien ihre Reisedokumente vorgezeigt hätten. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten im rechten Schuh einen italienischen Ausweis, der als Fälschung entlarvt werden konnte. In seinem linken Schuh verbarg er zudem rund 1.000 Euro. Der 30-Jährige wurde wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise und versuchter illegaler Einreise festgenommen. Im Verlauf der anschließenden Vernehmung wandte sich der Tunesier auf Arabisch an die Dolmetscherin und bot ihr 500 Euro an, sofern sie ihm helfe, „rauszukommen“. Die von der Bundespolizei engagierte Übersetzerin lehnte ab und zeigte den Bestechungsversuch an. Für das vorgesehene Strafverfahren musste der Mann auf Anordnung der Traunsteiner Staatsanwaltschaft vorab 800 Euro als Sicherheit hinterlegen. Anschließend wurde er zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

 

Über das Wochenende (28./29. Juli) verteilt hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bei den Grenzkontrollen insgesamt rund 40 Migranten festgestellt, die nicht über die erforderlichen Papiere verfügten. 15 von ihnen mussten das Land wieder verlassen. Sie konnten keine Gründe, die auf ein Schutzbedürfnis hindeuteten, anführen.


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