21.06.2018, 10:13 Uhr

Im Bereich der PI Berchtesgaden Sicherheitsbesprechung mit Bürgermeistern

Von links - Willi Handke, Anton Kurz, Walter Schreyer, Richard Lenz, Thomas Weber, Herbert Gschoßmann, Franz Halmich. (Foto: Polizeiinspektion Berchtesgaden)Von links - Willi Handke, Anton Kurz, Walter Schreyer, Richard Lenz, Thomas Weber, Herbert Gschoßmann, Franz Halmich. (Foto: Polizeiinspektion Berchtesgaden)

Am Dienstag, 19.06.2018, trafen sich auf Einladung der Polizeiinspektion Berchtesgaden die Bürgermeister bzw. Vertreter der Talkesselgemeinden zu einer Gesprächsrunde in den Räumen der Dienststelle, bei der  die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallstatistik des vergangenen Jahres vorgestellt und erläutert wurde.

BERCHTESGADEN Dienststellenleiter Willi Handke und sein Vertreter Walter Schreyer empfingen hierzu die Bürgermeister Thomas Weber aus Bischofswiesen, Herbert Gschoßmann aus der Ramsau, Franz Halmich aus Marktschellenberg sowie den 2. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee, Richard Lenz, der für den im Ausland weilenden Hannes Rasp teilnahm und Geschäftsleiter Anton Kurz von der Gemeinde Berchtesgaden, der den wegen eines anderen Termins verhinderten Bürgermeister Franz Rasp vertrat.

Die Polizeiinspektion Berchtesgaden konnte den Gemeindevertretern von einer guten Sicherheitslage in ihrem Zuständigkeitsbereich berichten.

Die polizeiliche Kriminalstatistik weist für das Jahr 2017 insgesamt 625 Straftaten aus (ohne Verstöße nach dem Aufenthaltsgesetz).

Im Jahr 2016 waren es noch 724. Das entspricht einem Rückgang von fast 100 Delikten bzw. 13,7 %.

In fast allen Deliktsbereichen wurden ebenfalls rückläufige Zahlen verzeichnet.

So nahmen die Diebstähle insgesamt von 225 im Jahr 2016 auf 198 in 2017 ab. Die Sachbeschädigungen und Körperverletzungsdelikte sanken ebenso, die zuletzt genannten sogar um ca. ein Drittel des Vorjahreswertes - von 119 auf 80.

Insgesamt gesehen blieb man im Jahr 2017 von aufsehenerregenden Verbrechen bzw. massiven Sicherheitsstörungen oder Straftatenserien verschont und kann daher von einer ruhigen und guten Sicherheitslage sprechen.

Die sogenannte Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100 000 Einwohner), mit der man die Straftatenbelastung regional vergleichen kann, liegt mit 2582 deutlich unter den Zahlen für Bayern gesamt - 4533 - und der des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit 3933.

Bei den Verkehrsunfällen insgesamt ist eine Steigerung von 645 auf 698 und somit um ca. 8 Prozent zu verzeichnen.

Dies ist in erster Linie aber der Zunahme bei den Unfällen mit Sachschaden bzw. sogenannten Kleinunfällen geschuldet.

Die Unfälle mit Personenschaden haben insgesamt leicht abgenommen, von 128 auf 121. Auch die Zahl der verletzten Personen war leicht rückläufig.

Leider musste im vergangenen Jahr auch ein Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen aufgenommen werden, im Jahr 2016 waren es allerdings noch insgesamt fünf.

Bedauerlicherweise mussten die Beamten der PI Berchtesgaden auch einen sogenannten Schulwegunfall aufnehmen, der jedoch glücklicherweise relativ glimpflich verlief.

In diesem Zusammenhang bedankt sich die Polizei ganz besonders bei allen, die sich an der Schulwegsicherheit beteiligen und unseren Kindern so einen sicheren und unfallfreien Schulweg ermöglichen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit den Gemeindevertretern gingen Willi Handke und Walter Schreyer noch auf die Einsatz- und Veranstaltungslage im Zuständigkeitsbereich ein und gaben noch Einblicke in verschiedene Vorhaben und Maßnahmen, mit denen sich die Kolleginnen und Kollegen der PI Berchtesgaden derzeit befassen.

Aufgrund der hohen und stetig steigenden Übernachtungs- und Besucherzahlen nehmen auch die Herausforderungen wie z. B. Bergunfälle oder Vermisstensuchen im Gebirge immer mehr zu und beschäftigen somit auch die Polizei. Die PI Berchtesgaden verfügt insgesamt über 5 Polizeibergführer und einen Alpinbeamten, die immer wieder bei entsprechenden Einsätzen gefordert sind.

Glücklicherweise funktioniert die Zusammenarbeit in diesem Bereich mit den Bergwachtbereitschaften hervorragend und die ehrenamtlichen Helfer unterstützen die Polizei in vorbildlicher Weise.

„ Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden in unserem Dienstbereich ist wirklich sehr gut und mir war es wichtig, dies auch nochmal bei diesem Gespräch mit den Bürgermeistern deutlich zu machen und mich dafür zu bedanken.“


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