08.12.2017, 12:07 Uhr

In Gewahrsam genommen Schweizer Pkw-Fahrer täuscht Panne vor und randaliert

(Foto: olegdudko/123RF )(Foto: olegdudko/123RF )

Am heutigen Freitagmorgen, 8. Dezember, gegen 03.40 Uhr wurde die Verkehrspolizei Traunstein durch einen Mitarbeiter der Rastanlage Hochfelln/Nord darüber informiert, dass ein ausländischer Pkw-Fahrer vermutlich einen technischen Defekt mit seinem Pkw habe und er Hilfe benötige.

BERGEN/RASTANLAGE HOCHFELLN Die eintreffenden Beamten fanden jedoch eine komplett andere Situation vor. Eine in der Schweiz lebende 30-jährige Slowakin suchte über das Internet eine Mitfahrgelegenheit von der Slowakei in die Schweiz. Der spätere 25-jährige Beschuldigte, ebenfalls in der Slowakei geboren und der Schweiz wohnhaft nahm sich der Sache an. Auf der Fahrt in Richtung Schweiz gab der Fahrer letztlich an, dass er vermute, dass seine ihm unbekannte Mitfahrerin Drogen in ihrem Gepäck versteckt halte und diese schmuggeln möchte. Er fuhr an die Rastanlage Hochfelln und täuschte eine Motorpanne vor. Er verständigte daraufhin die Polizei welche ihm Hilfe leisten sollte. Da diese Behauptungen gegenüber seiner Mitfahrerin absolut haltlos waren, wurde mit der Mitfahrerin vereinbart in der Rastanlage zu warten und einen Bekannten zur Weiterfahrt zu organisieren. Nachdem dies seinen Lauf nahm lief der Pkw-Fahrer vom Raststättenbereich in Richtung Richtungsfahrbahn München. Auf die Zurufe durch die Polizeibeamten reagierte er überhaupt nicht mehr und behauptete letztlich, dass die vor Ort anwesenden Polizeibeamten, welche uniformiert waren, überhaupt keine seien. Mit Unterstützung einer Streife der Polizei Traunstein konnte letztlich der Fahrer, welcher immer wieder am Standstreifen hin und hersprang in Gewahrsam genommen werden. Da er hierbei massiv Widerstand leistete, mussten ihm zudem Handfesseln angelegt werden. Bei der Widerstandshandlung wurde ein Beamter der Verkehrspolizei leicht am rechten Daumen verletzt. Da sich nun die bereits zuvor festgestellten Anzeichen eines Drogenmissbrauchs immer mehr bestätigten, wurde der Fahrer zur Blutentnahme mit ins Klinikum nach Traunstein verbracht. Auch diese war nur in gefesseltem Zustand möglich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte in die Haftzelle der Polizei Traunstein verbracht.

Den Beschuldigten erwartet nun neben einem Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auch ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr infolge anderer berauschender Mittel. Sein Führerschein wurde an Ort und Stelle beschlagnahmt.


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