22.02.2018, 11:22 Uhr

Verkehrsunfallstatistik der PI Zwiesel Zunahme Unfälle unter Alkoholeinfluss bereitet der Polizei in Zwiesel Sorgen

Bild eines Verkehrsunfalls vom 16. Dezember 2017 in Bayerisch Eisenstein. (Foto: PI Zwiesel)Bild eines Verkehrsunfalls vom 16. Dezember 2017 in Bayerisch Eisenstein. (Foto: PI Zwiesel)

Im Zuständigkeitsbereich der PI Zwiesel ereigneten sich 2017 insgesamt 466 Verkehrsunfälle. Im Vorjahreszeitraum waren es 405, das bedeutet einen Anstieg von 15 Prozent.

ZWIESEL Verkehrsunfälle mit Verletzten

Erfreulicherweise blieb trotz dieses Anstiegs die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmer konstant bei 71:

• 54 Personen wurden leicht verletzt (Vorjahr: 59)

• 17 (12) erlitten so schwere Verletzungen, dass sie mindestens einen Tag stationär in einem Krankenhaus verbringen mussten. Lebensbedrohliche Verletzungen sind in keinem Fall bekannt.

Verkehrsunfälle ohne Verletzte

Die Beamten der PI Zwiesel mussten letztes Jahr 118 schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Sachschaden aufnehmen. Dies bedeutet eine Steigerung um 19 (+19 Prozent) und liegt damit wieder auf dem Niveau von 2015. Hierin sind insbesondere Unfälle aufgrund schwerwiegender Verkehrsordnungswidrigkeiten (z. B. Vorfahrtsverstöße) oder Straftaten (z. B. Alkoholdelikte oder Unfallfluchten) enthalten.

Darin ist auch eine Steigerung der Unfallfluchten um 18 Prozent von 79 auf 93 enthalten.

Auch die Zahl der Kleinunfälle nahm auf 294 zu (Vorjahr 250; +17,6 Prozent). Einen hohen Anteil haben hierbei die 124 Wildunfälle, deren Zahl 2017 nach einem zwischenzeitlichen Rückgang in 2016 wieder stark gestiegen ist (2015: 106; 2016: 95).

Alkohol- und Drogendelikte

In 27 Fällen schritten die Beamten der PI Zwiesel gegen alkoholisierte Verkehrsteilnehmern ein, bevor es zu Unfällen kam. Fünf der Fahrzeugführer wurden vor dem Losfahren angetroffen, wodurch die Fahrt präventiv durch Sicherstellung des Zündschlüssels unterbunden werden konnte. 22 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer wurden aus dem Verkehr gezogen und wegen Straftaten bzw. Ordnungswidrigkeiten angezeigt.

Außerdem stellten die Beamten 20 Verkehrsdelikte unter Drogeneinfluss fest. Trotz aller Überwachungsmaßnahmen nahm die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle von 5 auf 10 wieder deutlich zu und erreichte damit wieder den Stand von 2015. In diesem Wert sind auch 4 Unfallfluchten enthalten, bei denen der alkoholisierte Unfallverursacher zunächst flüchtete, wenig später jedoch polizeilich ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden konnte. Infolge des verantwortungslosen Handelns der alkoholisierten Fahrzeugführer kamen vier unbeteiligte Personen zu Schaden. Die gravierendsten Folgen hatte ein Unfall am 16.02.2017, als ein erheblich betrunkener Mann auf der B 11 zwischen Zwiesel-Mitte und Zwiesel-Süd frontal in einen entgegenkommenden Pkw stieß und schwere Verletzungen der Fahrerin verursachte.

Verkehrsüberwachung zur Unfallvermeidung

Zur Reduzierung der Unfallursache Geschwindigkeit (2017: 13; 2016: 11) kam insbesondere die sog. Laserpistole der PI Zwiesel zum Einsatz. Damit wurden 372 Geschwindigkeitsverstöße an Ort und Stelle geahndet. Daneben wurden in Abstimmung mit der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf zahlreiche Geschwindigkeitsmessungen mit deren Spezialgeräten durchgeführt.

Weitere Schwerpunkte setzte die PI Zwiesel in den Bereichen Alkohol- und Drogendelikte, Insassensicherung (Gurt und Kindersitz) sowie verbotswidrige Benutzung von Elektronik (insb. Handy). Ergänzend führten speziell geschulte Beamte Kontrollen in den Bereichen Schwerverkehr und Zweirad durch.

Fazit

Erfreulicherweise ereigneten sich keine Verkehrsunfälle mit getöteten oder schwerstverletzten Personen. Jedoch sehen wir insbesondere die Zunahme der Alkoholunfälle mit Sorge und werden unsere Maßnahmen zur Bekämpfung der Alkoholdelikte intensivieren. Aber auch die weiteren Hauptunfallursachen, insb. Verstöße gegen Geschwindigkeitsvorschriften, Handy-Verbot und Gurtpflicht werden im Fokus unserer Beamten stehen.


0 Kommentare