20.06.2019, 16:03 Uhr

Familiendrama in Reischach Sohn soll Vater getötet und Mutter verletzt haben

Tötungsdelikt an Fronleichnam in Reischach - Dringend Tatverdächtiger (26) festgenommen

REISCHACH. Im Rahmen einer Großfahndung konnte die Polizei am Donnerstagmorgen, 20. Juni, einen flüchtigen, 26 Jahre alten Mann festnehmen. Er steht in dringendem Tatverdacht, zuvor seinen Vater (64) in dessen Wohnanwesen in Reischach gewaltsam getötet und auch seine Mutter angegriffen zu haben.

Um kurz nach 5.30 Uhr war die Polizeieinsatzzentrale über Notruf alarmiert worden, dass es wenige Minuten zuvor in dem Wohnanwesen in Reischach zu einem Gewaltdelikt gekommen wäre.

Den ersten Informationen zufolge, habe der 26 Jahre alte Sohn seinen Vater (64) in dem Einfamilienhaus gewaltsam getötet und auch seine Mutter angegriffen. Diese habe sich jedoch in Sicherheit bringen können. Sofort wurden zahlreiche Streifenwagenbesatzungen und ein Notarzt nach Reischach geschickt.

Die ersten Überprüfungen vor Ort ergaben, dass es tatsächlich zu einem Tötungsdelikt gekommen war. Der tatverdächtige 26-Jährige konnte im Bereich des Tatortes nicht festgestellt werden, er befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Flucht.

Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät, der Notarzt konnte nur noch den Tod des 64-Jährigen feststellen. Das zweite Opfer, die Mutter, wurde nur leicht verletzt.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Großfahndung, an der sich zahlreiche Streifenwagenbesatzungen und auch ein Polizeihubschrauber beteiligten, gelang es den eingesetzten Polizeibeamten bereits wenig später, den Gesuchten in einem nahen Waldstück im Gemeindebereich von Reischach festzunehmen.

Weil der Tatverdächtige erhebliche Verletzungen aufwies, die er sich während seiner Flucht selbst zugefügt hatte, musste er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Er wird dort von der Polizei rund um die Uhr bewacht.

Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahmen die zuständigen Ermittler des Fachkommissariats 1 gemeinsam mit Spurensicherungsexperten der Kripo Mühldorf am Inn die weiteren Untersuchungen wegen eines vollendeten Tötungsdeliktes zum Nachteil des 64-jährigen Vaters und wegen gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil der Mutter.


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