29.04.2019, 18:27 Uhr

50-Jährige gerät in Gegenverkehr Auto rast frontal in Lkw


Sie fuhr nach links über die doppelte Fahrstreifenbegrenzung und schlug in Dieseltank des Sattelzugs ein

BURGHAUSEN/MARKTL. Der Polizeibericht:

Stundenlang gesperrt war die B 20 zwischen Burghausen, Abfahrt Haiming, und dem Kreisverkehr an der A 94 bei Marktl. Gegen 12.15 Uhr war im Marktler Wald eine 50-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting alleine in Fahrtrichtung Marktl mit ihrem Dacia unterwegs. Aus unbekannten Gründen fuhr sie nach links über die doppelte Fahrstreifenbegrenzung und prallte dabei mit der linken Front gegen das linke Eck eines entgegenkommenden Sattelzuges aus Litauen. Dabei drehte sich der Sattelzug nach links und kam schwer beschädigt quer über der dreispurigen Fahrbahn zum Stehen, dazu wurde auch ein Dieseltank an der Zugmaschine aufgerissen. Die B 20 war rund drei Stunden in beiden Richtungen gesperrt - für die Bergung des Sattelzugs und die anschließende Fahrbahnreinigung durch die Straßenmeisterei. Auch das aufgewühlte Bankett musste mitten im Berufsverkehr nach 16 Uhr noch verfüllt werden.

Ein Rettungswagen des BRK verbrachte die Unfallverursacherin in die Kreisklinik Altötting. Sowohl am Auto (8.000 Euro) wie am Sattelzug (ca. 150.000 Euro) dürfte Totalschaden entstanden sein.

Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Burghausen (5 Fahrzeuge/35 Mann), Marktl (3/17), Niedergottsau (2/15), Marktlberg (2/12) und Alzgern (2/12), dazu die Wacker-Werkfeuerwehr (2/5).

Der Einsatzbericht der Feuerwehr Burghausen:

Da nach der Mitteilung über Notruf von einem größeren Schadensbild und einer eingeklemmten Person auszugehen war, wurde ein Großaufgebot der umliegenden Feuerwehren und des Rettungsdienstes an die Einsatzstelle alarmiert. Nach einer ersten Erkundung durch den Einsatzleiter der Feuerwehr stand fest, dass die Fahrerin nicht eingeklemmt und glücklicherweise nur leicht verletzt war.

Dennoch stellte sich das Schadensbild als komplex für die Feuerwehr dar, da das Auto seitlich am Dieseltank der Zugmaschine eingeschlagen war, welcher Leck schlug. Eine größere Menge an Kraftstoff war bereits ausgetreten, welche von der Feuerwehr unter Einsatz rauer Mengen an Bindemittel aufgefangen wurde. Der Tank wurde zudem provisorisch abgedichtet. Um die im Tank verbliebene Menge an Kraftstoff umpumpen zu können, wurde Spezialgerät der Werkfeuerwehr Wacker nachgefordert.

Um eine weiträumige Vollsperre der Bundesstraße zu errichten, und Rettungs- und Bergungsmaßnahmen an der Einsatzstelle durchführen zu können, waren neben der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen auch die Wehren aus Marktl, Marktlberg, Niedergottsau und Alzgern im Einsatz. Für die Dauer der polizeilichen Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde der Brandschutz sicher gestellt, sowie die Fahrbahn von ausgetretenen Betriebsstoffen und Trümmerteilen gereinigt. Nach etwa drei Stunden war die Einsatzstelle geräumt und die Vollsperre konnte aufgehoben werden.

Neben der Straßenmeisterei waren auch Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes an der Einsatzstelle, um eventuell entstandene Umweltschäden beurteilen zu können. Die Freiwillige Feuerwehr Burghausen war mit fünf Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort.


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