30.07.2020, 11:53 Uhr

Für 14 Gemeinden in Niederbayern 6,4 Millionen Euro für mehr Lebensqualität und stärkeren sozialen Zusammenhalt – auch Straubing profitiert

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Im Jahr 2020 wird eine umfangreiche Neustrukturierung der Städtebauförderung umgesetzt. „Mit den drei neuen Programmen machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher. Damit können wir weiterhin ein verlässlicher Partner für die bayerischen Städte und Gemeinden sein“, so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer.

Straubing. „Gerade das Programm ,Sozialer Zusammenhalt‘ liegt mir persönlich sehr am Herzen. Es leistet einen wichtigen Beitrag für eine soziale Stadtentwicklung, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt“, so Schreyer weiter. Gefördert werden dabei unter anderem Spiel- und Sportflächen für Kinder und Jugendliche, Stadtteiltreffs und barrierefreie Straßen und Plätze. Dieses Jahr erhalten 14 Städte und Gemeinden in Niederbayern Fördermittel in Höhe von rund 6,4 Millionen Euro.

Die Gemeinde Buch am Erlbach wird mit den Fördermitteln in diesem Jahr die Neugestaltung des Umfelds des Rathauses und des neu errichteten Bürgerzentrums umsetzen. Hier wird ein besonderer Wert auf die Barrierefreiheit des öffentlichen Raums gelegt. Auch der Markt Langquaid erhält eine Unterstützung für die demnächst beginnende Errichtung von öffentlichen Parkplätzen im Bereich des ehemaligen Bahnhofs. Sie dienen zur weiteren Entlastung der angespannten Parkplatzsituation am gut frequentierten Marktplatz.

Für das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ stehen in Bayern im Jahr 2020 in der Summe 50,1 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden 150 Gebiete in 132 bayerischen Kommunen gefördert. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen über 78 Millionen Euro für die Projekte zur Verfügung. Die Einbindung der Bewohner und bürgerschaftliches Engagement sind wichtige Erfolgsfaktoren des Programms. Die Kommunen können dank der Förderung Stadtteiltreffs oder Bürgerhäuser für gemeinsame Aktivitäten, Begegnung und Integration realisieren. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds, vor allem auch Spiel- und Sportflächen für Kinder und Jugendliche.

Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung der grünen Infrastruktur ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger

Fördermaßnahmen in Niederbayern

Buch am Erlbach, Ortskern, 800.000 Euro

Dingolfing, Nordstadt, 240.000 Euro

Kelheim, Stadtkern, 320.000 Euro

Lalling, Ortskern, 80.000 Euro

Landshut, Nikola, 180.000 Euro

Langquaid, Ortskern, 400.000 Euro

Niederalteich, Ortskern, 60.000 Euro

Pfarrkirchen, Bahnhofsviertel/Altstadt, 720.000 Euro

Pilsting, Marktkern, 1.920.000 Euro

Riedenburg, Altstadt-Uferbereich-Neustadt, 448.000 Euro

Rinchnach, Ortskern, 80.000 Euro

Salzweg, Ortskern, 60.000 Euro

Schaufling, Ortsmitte, 160.000 Euro

Straubing, Straubing-Süd, 900.000 Euro


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