02.11.2019, 09:22 Uhr

Politik Kommunalwahlkampf nimmt in Straubing Fahrt auf – Peter Stranninger steigt als OB-Kandidat in den Ring


Lange wurde in Straubing gerätselt, wer aus den Reihen der SPD bei der bevorstehenden Kommunalwahl gegen Amtsinhaber Markus Pannermayr (CSU) in den Ring steigen wird. Seit Donnerstagabend, 24. Oktober, steht fest: Es ist SPD-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Peter Stranninger, der den Kampf „David gegen Goliath“ aufnehmen wird. Der 50-jährige Betriebsleiter einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung und gelernte Bankkaufmann bekam auf der Nominierungs-Veranstaltung in der Ejadonhalle 28 Stimmen, zwei Anwesende enthielten sich.

STRAUBING Auch wenn ein Wahlerfolg Stranningers mehr als eine faustdicke Überraschung wäre, sieht der SPD-Mann seine Kandidatur alles andere als vergeblich an. „Es gibt vieles, was man in Straubing besser machen könnte“, sagt Stranninger zum Wochenblatt. Was aber motiviert den Sozialdemokraten Peter Stranninger dazu, in einen Kampf zu ziehen, bei dem der Begriff „Außenseiterchance“ vermutlich schon eine Übertreibung ist? „Ich möchte die Stärke der SPD-Fraktion ausbauen“, sagt Stranninger. Für ihn soll der SPD-Wahlkampf keine One-Man-Show sein: „Bei uns steht ganz klar das Wir im Vordergrund.“ Er sieht durch den Wahlkampf die Möglichkeit, Themen, die ihm und seiner Partei am Herzen liegen, in den Vordergrund zu stellen. Denn, so sagt Stranninger: „Es gibt in Straubing vieles, was man besser machen könnte.“ Er denkt dabei an Themen wie die Verkehrswende. Stichwort Anschluss an den MVV und Stärkung des Fahrradverkehrs. Er prangert den Leerstand in der Straubinger Innenstadt an und wirbt für eine stationäre pädiatrische Versorgung am Klinikum Straubing. Beim Thema Sicherheit schwebt Stranninger eine Polizei-Hundertschaft in Straubing vor. Auch für Fahrradstreifen wie in Passau macht sich die SPD stark. Ein besonderes Anliegen mit Blick auf den Wissenschaftsstandort Straubing ist Stranninger, dass Möglichkeiten geschaffen werden, dass Forschungsergebnisse, die in Straubing erzielt werden, durch ein Start-up-Programm ihren Weg in die Wirtschaft und damit in die lokale Wertschöpfung finden. So könnten auch zukunftsgerichtete, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen, ist sich Stranninger sicher. Weitere Themen auf seiner Agenda: Kulturlotsen und Familienhelfer, der Erhalt des Bandhauses, eine Ergänzung der Straubinger Schullandschaft durch eine Waldorf-Schule und ein konsequenter Ausbau der Fotovoltaik auf allen brauchbaren städtischen Dächern. „Dafür lohnt es sich, in den Wahlkampf zu ziehen“, so Stranninger. Egal, wie nun die Chancen stehen.


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