19.06.2019, 08:53 Uhr

„Blühpakt Bayern“ Kreisel am Friedenhainsee soll ein Paradies für Bienen und andere Insekten werden

(v.li.) Elmar Kiefl (Leiter Bauhof Bogen), Julia Schnurrer (Landschaftspflegeverband), Markus Heilmann (Stellvertretender Straßenbaumeister), Julia Hagner (Geschäftsführer Landschaftspflegeverband), Landrat Josef Laumer und Markus Fischer (Leiter der Tiefbauverwaltung) bei der Aussaat und Neuanlegung im Kreisel bei Friedenhain. (Foto: Landratsamt)(v.li.) Elmar Kiefl (Leiter Bauhof Bogen), Julia Schnurrer (Landschaftspflegeverband), Markus Heilmann (Stellvertretender Straßenbaumeister), Julia Hagner (Geschäftsführer Landschaftspflegeverband), Landrat Josef Laumer und Markus Fischer (Leiter der Tiefbauverwaltung) bei der Aussaat und Neuanlegung im Kreisel bei Friedenhain. (Foto: Landratsamt)

Insektenfreundliche Neuanlage des Kreisels bei Friedenhain (Lkr. Straubing-Bogen).

PARKSTETTEN Maßnahmen gegen den Rückgang der Insekten und des Artenreichtums lassen sich auch im Kleinen treffen. So hat der Landkreis Straubing-Bogen durch den Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen e.V. den Verkehrskreisel beim Naherholungsgebiet Friedenhainsee (Gemeinde Parkstetten) neu gestalten lassen - ganz nach dem Motto: Wir schwärmen für Insekten!

Im Rahmen der Initiative „natürlich Bayern“ als Teil des landesweiten Blühpaktes Bayern, initiiert vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, wurde in Kooperation mit der Tiefbauverwaltung, dem Bauhof und den Kreisfachberatern der Kreisel unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten (Artenreichtum, Blühaspekt, Insektenweide) aufgewertet. Kreisfachberater Harald Götz und Julia Schnurrer vom Landschaftspflegeverband kümmerten sich um die entsprechend passende Saat, der Bauhof führte die Arbeiten auf dem rund 500 Quadratmeter großen Areal durch.

„Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit“, so Landrat Josef Laumer. „Der Landschaftspflegeverband ist sehr aktiv und zeigt auch mit dieser Maßnahme wieder sein großes Engagement.“

Noch freilich ist an der Kreisel-Fläche nach der Aussaat nicht viel zu sehen. „Ein bisschen dauert es natürlich noch, bis die Saat aufgeht“, sagt Julia Schnurrer. Abhängig sei dies auch vom Wetter. In einigen Wochen soll dann aber ein echtes Paradies für Bienen und Insekten entstanden sein. „Auch wir vom Tiefbau sind solchen Lösungen gegenüber sehr aufgeschlossen“, so Markus Fischer, Leiter der Tiefbauverwaltung.

Der Blühpakt Bayern soll gemeinsam mit allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren den Insekten ihre Lebensräume zurückgeben und für eine spürbare Erholung der Bestände und Vergrößerung der Insektenvielfalt sorgen. Die Initiative „natürlich Bayern“ ist dabei nur eine von mehreren Maßnahmen. Bei dieser Initiative sollen gemeinsam mit den Landschaftspflegeverbänden möglichst viele öffentliche Flächen so angelegt und gepflegt werden, dass sie sich als Nahrungsquelle für Insekten eignen. Bayernweit werden dafür knapp drei Millionen Euro investiert. Im Fokus stehen dabei Flächen der öffentlichen Hand, in denen bisher noch keine insektenfreundliche Bewirtschaftung erfolgt ist. „Ziel ist es, wertvolle Lebensräume für Insekten zu schaffen“, sagt Julia Schnurrer. Dass die Thematik mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen und auch der Kommunen rückt, zeigte sich auch an einem ganz einfachen Beispiel: „Eigentlich wollten wir ein bisschen früher ansäen“, erläutert Julia Hagner, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes, „aber regionales Saatgut war zunächst nicht verfügbar und wir mussten warten.“


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