12.08.2018, 14:51 Uhr

Massive Kritik nach Volksfesteröffnung „Luftschlösser bauen kann Herr Söder ziemlich gut“

Deutliche Kritik an Ministerpräsident Söder: Bezirkskandidat und Juso-Vorsitzender Marvin Kliem, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Dr. Olaf Sommerfeld und den Stadträten Nail Demir, Peter Stranninger und Traudl Gruber (v.li.) (Foto: SPD)Deutliche Kritik an Ministerpräsident Söder: Bezirkskandidat und Juso-Vorsitzender Marvin Kliem, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Dr. Olaf Sommerfeld und den Stadträten Nail Demir, Peter Stranninger und Traudl Gruber (v.li.) (Foto: SPD)

Nach dem Auftritt von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als Eröffnungsredner beim Gäubodenvolksfest 2018 hagelt es Kritik von den Straubinger Sozialdemokraten.

STRAUBING „Die Ostbayernschau und das Gäubodenvolksfest ist für unsere Region Jahr für Jahr ein großes Familienfest, bei dem Generationen verschiedenster Hintergründe zusammenkommen und gemeinsam feiern“ stellt der Straubinger SPD-Vorsitzende Dr. Olaf Sommerfeld im Rahmen der Eröffnung des zweitgrößten Volksfestes in Bayern fest und freut sich bereits auf die kommenden Tage.

Die Rede des Ministerpräsidenten Markus Söder bei der Eröffnung des Gäubodenvolksfestes sei bei den Sozialdemokraten allerdings alles andere als souverän angekommen, so Sommerfeld weiter. „Luftschlösser bauen kann Herr Söder ziemlich gut. Ich bin gespannt, ob all die guten Versprechungen – besonders bezogen auf die Förderungen im Bereich der Wissenschaft in Straubing – auch wirklich eingelöst werden.“

Bezirkstagskandidat und niederbayerischer Juso-Vorsitzender Marvin Kliem kritisierte in diesem Zusammenhang besonders die vollkommene Ausklammerung der zahlreichen sozialen Probleme, die vorherrschen: „Wir haben kaum finanzierbaren Wohnraum in Bayern und der Stadt und auch einen gerade für Jung und Alt äußerst problematischen Öffentlichen Personennahverkehr in der Region. Unsere Kommunen brauchen deutlich mehr Förderungen für sozialen Wohnraum und einen zukunftsorientierten Personennahverkehr.“

Die Aussage Söders, er würde ein Zeichen setzen in unserer zunehmend gespaltenen Gesellschaft, stieß den Sozialdemokraten besonders sauer auf. „Söder will jetzt auf einmal genau in der gespaltenen Gesellschaft ein Zeichen setzen, in die er maßgeblich in den letzten Wochen einen noch größeren Keil hineingetrieben hat“, so Sommerfeld. Kliem betonte weiter, dass Söder und die CSU kaum mehr Anstand zu haben scheinen. Man werde deshalb in den kommenden Wochen besonders für eine Politik neuen Stils mit Vernunft und klaren Worten einstehen.

Die Straubinger Sozialdemokraten freuen sich allerdings auch in Bezug auf den Erwerb des Karmelitenklosters durch den Freistaat Bayern. Sommerfeld begrüßt diese Ankündigung sehr. „Auf der einen Seite fällt uns hierbei eine große Last von den Schultern und auf der anderen wird nun weiter kräftig in die Zukunft des Universitätsstandorts Straubing investiert.“ Auch Fraktionsvorsitzender Peter Stranninger blickt dieser Entscheidung sehr positiv entgegen.

Abschließend freue man sich nun über die „fünfte Jahreszeit“ und hoffe, dass das Gäubodenvolksfest 2018 nicht nur für die Besucher, sondern auch gerade für die vielen Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und des Roten Kreuzes so friedlich wie nur möglich werde.


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