21.04.2020, 14:52 Uhr

Pandemie Corona-Helfer fit für den Einsatz

Anke Priebe erklärt zwei Teilnehmerinnen das korrekte Anziehen der Schutzkleidung zur Vermeidung einer möglichen Kontamination und Virenverschleppung. Im Hintergrund von links: Thorsten Gradl, Josef Ott und Dr. Gudrun Graf. Foto: Claudia PrößlAnke Priebe erklärt zwei Teilnehmerinnen das korrekte Anziehen der Schutzkleidung zur Vermeidung einer möglichen Kontamination und Virenverschleppung. Im Hintergrund von links: Thorsten Gradl, Josef Ott und Dr. Gudrun Graf. Foto: Claudia Prößl

Auf den gemeinsamen Helferaufruf der Landratsämter Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth sowie der Stadt Weiden vor drei Wochen meldeten sich 315 Personen. Über so viel Unterstützung haben sich alle Beteiligten sehr gefreut!

Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Gesucht wurden Menschen mit Vorkenntnissen im medizinischen oder pflegerischen Bereich oder der Bereitschaft sich diese anzueignen. Nach der Abklärung verschiedener rechtlicher und organisatorischer Fragen kamen die ersten Freiwilligen in verschiedenen Seniorenpflegeeinrichtungen zum Einsatz. Auch in der sogenannten „Zeltstraße“, die der Zentralen Aufnahme am Klinikum in Weiden für Corona-Verdachtsfälle vorgeschaltet ist, kommen bereits Helfer zum Einsatz. Jedoch konnte nicht für alle gemeldeten Personen eine passende Tätigkeit gefunden werden, oftmals auch weil die Zeitfenster der Helfer und der Einrichtungen nicht zueinander passten oder sonstige organisatorische Schwierigkeiten vorlagen.

Bereits Anfang April sowie am vergangenen Wochenende fanden kurze Einweisungen für einige der Helfer statt. Dr. Gudrun Graf, ärztliche Leiterin Rettungsdienst, und Anke Priebe, Notfallsanitäterin und Fachberaterin für Hygienemanagement, zeigten den Teilnehmern das richtige Anlegen von persönlicher Schutzausrüstung und gaben Informationen zum richtigen Desinfizieren. Auch die gesundheitliche Eignung wurde überprüft und einige Formalitäten durch Thorsten Gradl vom BRK-Kreisauskunftsbüro erledigt. Aus versicherungstechnischen Gründen und zur Sicherung der Ansprüche auf Freistellung von der Arbeitsleistung und auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts gegenüber ihren Arbeitgeber während der Dauer ihres Einsatzes wurden die Freiwilligen in die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes aufgenommen. Josef Ott stand als Fachberater Pflege für Fragen zur Verfügung. Direkt nach der Schulung wurde bereits für einen weiteren Einsatz in einem Seniorenheim eine Freiwillige gefunden.

Wer noch Interesse hat, sich freiwillig für Einsätze im pflegerischen oder medizinischen Bereich zu melden, kann den Meldebogen im Internet unter www.neustadt.de, www.weiden.de oder www.kreis-tir.de ausfüllen und wird bei Bedarf kontaktiert und erhält weitere Informationen, auch zur Möglichkeit von Verdienstausfallentschädigungen und so weiter. Speziell in Seniorenheimen besteht noch Bedarf an Pflegehilfskräften, aber auch Helfern, die in der Wäscherei oder bei der Essensausgabe unterstützen könnten.


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