08.11.2019, 00:48 Uhr

Elektrifizierung Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes fordern Verbesserung der Schienenverbindung

(Foto: Sächsisch-Bayerisches Städtenetz)(Foto: Sächsisch-Bayerisches Städtenetz)

30 Jahre Mauerfall, fast 30 Jahre Kampf des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes um die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof – Marktredwitz/Eger – Nürnberg. Und immer noch keine Gewissheit, dass diese Elektrifizierung nach Nürnberg überhaupt jemals auf bayerischer Seite gebaut wird. Diese ernüchternde Bilanz ziehen die Oberbürgermeister des Städtenetzes am Mittwoch, 6. November, bei ihrem Jahrestreffen in Hof.

HOF Das Jahrestreffen 2019 der Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes (Bayreuth, Hof, Marktredwitz, Plauen, Zwickau und Chemnitz) ist in diesem Jahr eng verbunden mit dem 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. Sie trafen sich diesmal in Hof, der Stadt, in der damals die Prager Züge zuerst ankamen. Bereits wenige Jahre danach begann die Zusammenarbeit dieser Städte mit dem Schwerpunkt der Verbesserung der Schienenverbindung zwischen den Städten.

Doch Ernüchterung ist eingetreten. Während auf sächsischer Seite die Elektrifizierung bis Hof vollzogen ist und auch Tschechien seine Aufgaben erfüllt hat, ist auf bayerischer Seite noch völlig ungewiss, ob und wann jemals die Elektrifizierung Hof-Nürnberg fertig gestellt wird. Symbolisch dafür steht das Bild eines rauchenden Dieselzugs bei Kirchenlaibach auf dieser Strecke. Gerade in Zeiten, in der die Gesellschaft vehement einen besseren Schutz unserer Umwelt fordert, werden hier massiv Schadstoffe ausgestoßen. Die dieselbetriebene Strecke steht den deutschen Klimazielen diametral gegenüber. Umso mehr gilt es nun, alle regionalen politischen Kräfte für die Elektrifizierung zu bündeln. Andere bayerische Regionen machen dies exzellent vor. 2020/21 wird der Bundestag im Rahmen der „parlamentarischen Befassung“ auf der Grundlage der Vorplanungsergebnisse mit mehreren Ausbauvarianten entscheiden, ob und in welcher Form die Elektrifizierung erfolgen wird. Für die Zukunft der Franken-Sachsen-Magistrale ist es daher von zentraler Bedeutung, Entscheider auf allen Ebenen von der schnellen Elektrifizierung der Strecke zu überzeugen.


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