27.03.2019, 11:30 Uhr

Brautgeschenke Vier junge Frauen erhielten je 800 Euro aus der Burglengenfelder Aussteuerstiftung

Vier junge Frauen erhielten 2019 von Bürgermeister Thomas Gesche ein Brautgeschenk aus der „Laengenfeld-Pfalzheim’schen Aussteuerstiftung“, über die Ulrike Pelikan-Roßmann referierte. Mit im Bild sind zweiter Bürgermeister Bernhard Krebs, Kämmerin Elke Frieser, Sophia Barth aus der Kämmerei und die Grundschülerinnen Emma Bösl und Franziska Seitz. (Foto: Martin Priol/Foto Wach)Vier junge Frauen erhielten 2019 von Bürgermeister Thomas Gesche ein Brautgeschenk aus der „Laengenfeld-Pfalzheim’schen Aussteuerstiftung“, über die Ulrike Pelikan-Roßmann referierte. Mit im Bild sind zweiter Bürgermeister Bernhard Krebs, Kämmerin Elke Frieser, Sophia Barth aus der Kämmerei und die Grundschülerinnen Emma Bösl und Franziska Seitz. (Foto: Martin Priol/Foto Wach)

„Josefine Haas wollte mehr vom Leben, als es für Frauen ihres Standes vorsah. Und aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen wollte sie ihr finanzielles Glück mit anderen teilen.“ Dies betonte Bürgermeister Thomas Gesche bei der 59. Auszahlung der „von Laengenfeld-Pfalzheim’schen Aussteuer-Stiftung“ im Historischen Rathaussaal. Josephine Haas (1783 bis 1846), Ehrenbürgerin der Stadt Burglengenfeld, habe als Vordenkerin ihrer Zeit jungen Mädchen eine Art Starthilfe für ein selbstbestimmtes Leben geben wollen.

BURGLENGENFELD Josefine Haas ist eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten Burglengenfelds, um deren Leben und Wirken sich zahlreiche – auch romantische – Legenden ranken. Bei der Feierstunde zur Vergabe der so genannten Brautgeschenke brachten Ulrike Pelikan-Roßmann aus der Abteilung Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit und Schauspielerin Stephanie Meßmann als Darstellerin der Josefine Haas mittels historischen Vortrag und Szenenspiel Licht ins Dunkel der Geschichte.

Erwiesen ist, dass Josefine Haas mit dem Diplomaten Franz Graf von Lerchenfeld eine nicht „standesgemäße“ Ehe zu „linker“ Hand einging und bis zu seinem Tode in Wien mit ihm zusammenlebte. Danach gründete sie mehrere wohltätige Stiftungen zugunsten benachteiligter Mädchen, denen sie die selbst erlebte Armut in der Kindheit ersparen wollte.

Seit der Wiederaufnahme der Stiftung im Jahr 1961 durch die Stadt Burglengenfeld werden jedes Jahr am 25. März (Geburtstag von Josefine Haas) bis zu zwölf Mädchen, die die Kriterien für die Vergabe erfüllen, mit einem „Brautgeschenk“ bedacht. In diesem Jahr haben vier junge Frauen aus Burglengenfeld je 800 Euro erhalten; es sind dies Isabel Balde, Melike Öztürk, Alina Rau und Jana Schulz. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten Andreas Januschke und Anna Deml mit Gitarre und Gesang. Einen Sonderapplaus erhielten die Grundschülerinnen Emma Bösl und Franziska Seitz, die zu Ehren von Josefine Haas ein kleines Gedicht vorgetragen hatten.


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