29.01.2019, 17:33 Uhr

„Metaphorisches Band“ als Leitidee Wettbewerb „Leben an der Vils“ brachte zahlreiche guten Ideen

Prof. Ingrid Burgstaller (rechts) erläutert den Siegerentwurf der Architekten Fabian von Ferrari, Florian Walter und Amelie Rost (v.l.) im Beisein zahlreicher Gäste, unter anderem Oberbürgermeister Michael Cerny (2.v.r.) und der Amberger Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch (3.v.r.), der sich ebenfalls an dem Wettbewerb beteiligt hatte. (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)Prof. Ingrid Burgstaller (rechts) erläutert den Siegerentwurf der Architekten Fabian von Ferrari, Florian Walter und Amelie Rost (v.l.) im Beisein zahlreicher Gäste, unter anderem Oberbürgermeister Michael Cerny (2.v.r.) und der Amberger Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch (3.v.r.), der sich ebenfalls an dem Wettbewerb beteiligt hatte. (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)

Ein Wettbewerbsergebnis, bei dem es keine Verlierer gab und das die Vorfreude auf die ersten Umsetzungsmaßnahmen weckt – zu diesem erfreulichen Resultat war die Jury am Ende eines Architektenwettbewerbs gekommen, den das städtische Baureferat ausgelobt hatte, um den Aufenthalts- und Erlebnischarakter der Vils im Stadtgebiet von Amberg zu verbessern. Die Juryvorsitzende Prof. Ingrid Burgstaller, Stadtplanerin aus München, stellte die insgesamt neun eingegangenen Entwürfe am Montag vor und gratulierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihrem Erfolg.

AMBERG Als ersten Preisträger dieses „Freianlagenplanerischen und hochbaulichen Realisierungswettbewerbs mit integriertem Ideenteil ‚Leben an der Vils‘ in Amberg“, so der offizielle Titel dieser Ausschreibung, präsentierte Frau Prof. Burgstaller den aus Amberg stammenden Architekten Fabian von Ferrari und seinen Kompagnon Florian Walter von der FFFW Architektenpartnerschaft Berlin, die den Entwurf in Zusammenarbeit mit Amelie Rost von Rost.Niederehe Architekten aus Hamburg erstellt hatten. Diese hatten die Jury nicht nur durch ihre entwurflichen und funktionalen Qualitäten überzeugt, sondern auch durch ihre Leitidee eines „metaphorischen Bandes“, das die Vils von der Innenstadt aus über die angrenzenden Landschaftsräume bis in den regionalen Raum hinaus mit dem Flussraum und den angrenzenden Stadtquartieren verweben soll. Damit gelingt es den Verfassern nach Ansicht des Preisgerichts, ein in sich stimmiges Gesamtkonzept vorzulegen, das sowohl im Ideen- als auch Realisierungsteil eigenständig, angemessen und aus dem historischen und räumlichen Kontext argumentieren kann. Gewinner waren freilich nicht nur die Ersteller dieses Entwurfs, sondern alle teilnehmenden Büros, von denen Grieger Harzer Landschaftsarchitekten aus Berlin den zweiten Preis, die Architektengemeinschaft Burger – Jensen Ingrisch Recke Platz drei und das Amberger Architekturbüro H+F den vierten Platz belegten. Alle fünf weiteren Büros durften schließlich Anerkennungen und damit verbunden auch ein Preisgeld entgegennehmen.

Oberbürgermeister Michael Cerny freute sich über die vielen guten Ideen, die der Wettbewerb hervorgebracht hatte, um der Vils, die bislang eher als „trennendes Element“ wahrgenommen worden sei, zu neuer Qualität zu verhelfen. Dabei sei die Jury trotz unterschiedlicher Ansichten übereinstimmend diesem Ergebnis gelangt, das nun in mehreren Stufen in Angriff genommen und Zug um Zug umgesetzt werden soll.

Wer die Ideenvielfalt ebenfalls begutachten und sich selbst ein Bild von den Ansätzen und Vorschlägen machen möchte, hat noch bis Sonntag, 10. Februar, Gelegenheit dazu. Bis dahin werden sämtliche Arbeiten im ehemaligen Stadtarchiv in der Zeughausstraße 1 ausgestellt sein und auch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besichtigt werden können. Für die Ausstellung gelten folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr sowie Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.


0 Kommentare