12.04.2018, 11:47 Uhr

April-Zuchtviehauktion Weibliche Zuchtkälber erzielten gute Verkaufserlöse – weibliche Großtiere waren günstig zu erwerben

Der Betrieb Pilz aus Oberwahrberg im Landkreis Regensburg züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Peron“, der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Bayern-Genetik überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger, Schwandorf)Der Betrieb Pilz aus Oberwahrberg im Landkreis Regensburg züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Peron“, der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Bayern-Genetik überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger, Schwandorf)

Die April-Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz war geprägt von einem großen Angebot an sehr guten Zuchtrindern. Gegenüber den letzten Auktionen ergaben sich vor allem bei den weiblichen Großtieren günstige Einkaufsmöglichkeiten. Gute Erlöse waren dagegen bei den weiblichen Zuchtkälbern zu verzeichnen.

SCHWANDORF Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 14 hoffnungsvolle Jungbullen mit meist sehr guter Qualität angeboten. An die Spitze stellte die Körkommission diesmal ein hoch vorgeschätzter „Wettendass“-Sohn. Es folgten ein ebenfalls sehr guter „Peron“-Sohn, ein hervorragender „Sertoli“-Sohn, ein reinerbig natürlich hornloser „Vollgas“-Sohn sowie ein sehr gut entwickelter „Zepter“-Sohn. Diese fünf Bullen wurden für den Prüfeinsatz angekauft vom Besamungsverein Neustadt an der Aisch, der Bayern-Genetik sowie der Oberösterreichischen Besamungsstation in Hohenzell. Daneben konnten noch weitere fünf Bullen zu guten Preisen in den Natursprungeinsatz verkauft werden.

Mit 76 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie fünf Kühen mit mehreren Kalbungen war die Auktion mit weiblichen Großtieren für die Jahreszeit gut beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchweg mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Wegen des schönen Wetters hielt sich die Anzahl der Käufer jedoch in überschaubaren Grenzen. Bereits im Vorfeld lagen aber eine ganze Reihe von Kaufaufträgen bei Zuchtverband vor. Gute Tiere erfreuten sich einer lebhaften Nachfrage, wogegen bei schwächeren Qualitäten preisliche Abstiche gegenüber der März-Auktion zu verzeichnen waren. Bis auf wenige Ausnahmen fanden alle angebotenen Kühe und Jungkühe rasch ihre neuen Besitzer. Besonders gefragt waren auch diesmal wieder laufstallgewohnte Tiere mit guten Euteranlagen. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1.582 Euro, was einen Rückgang von rund 150 Euro gegenüber der März-Auktion bedeutet. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung lag diesmal bei sehr hohen 29,4 Kilo Milch.

Ein sehr großes Angebot war diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 149 Tieren zu verzeichnen. Bei flottem Marktverlauf konnten ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 364 €/Kalb ein Durchschnittspreis der fast genau dem Durchschnittspreis der letzten Auktion entsprach. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Bei der Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 9. April waren durchweg gute Erlöse zu erzielen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 94 Kilo wurde ein Erlös von 6,42 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 548 Euro (ohne Mehrwertsteuer.) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt – für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber – findet in Schwandorf am Mittwoch, 9. Mai, statt. Termine der nächsten Nutzkälbermärkte in Schwandorf sind am Montag, 23. April, am Montag, 7. Mai, und am Dienstag, 22. Mai.


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