22.02.2018, 12:56 Uhr

Produktivität IHK-Industrieausschuss diskutierte über die Arbeitswelt der Zukunft – schneller, höher, digitaler?

Franz Forster führte die Mitglieder des IHK-Industrieausschusses zusammen mit dem Ausschussvorsitzenden Stephan K. Fischer durch das Unternehmen in Nabburg. (Foto: IHK Regensburg)Franz Forster führte die Mitglieder des IHK-Industrieausschusses zusammen mit dem Ausschussvorsitzenden Stephan K. Fischer durch das Unternehmen in Nabburg. (Foto: IHK Regensburg)

Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Diese Frage diskutierten die Mitglieder des IHK-Industrieausschusses bei ihrer Frühjahrssitzung zu Gast bei der Emz – Hanauer GmbH & Co.KGaA in Nabburg. „Wo wir uns gestern noch im persönlichen Gespräch getroffen haben, diskutieren wir heute in digitalen Foren“, beschreibt Ausschussvorsitzender Stephan K. Fischer den Wandel. Vieles habe sich extrem beschleunigt.

NABBURG „Trotz aller digitaler Innovationen sollen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und im persönlichen Kontakt zu Kollegen sowie Kunden stehen“, so Franz Forster, Mitglied der Emz-Geschäftsleitung. Forster ist sicher: Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden die Produktivität steigern. Wie und mit welchen Mitteln das Unternehmen Emz-Hanauer der neuen Arbeitswelt begegnet, stellte Entwicklungsleiter Ulrich Deml vor. Das Unternehmen richte Kreativräume und gemeinsame Büroflächen ein, die als Begegnungsort dienen. Wichtig sei dabei, das teamübergreifende Arbeiten bei der Entstehung neuer Produkte zu unterstützen. Das vor 70 Jahren gegründete mittelständische Familienunternehmen ist heute in den Bereichen Verriegelung und Sensoren Weltmarktführer. Über 1.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit an intelligenten Lösungen für Hausgeräte sowie Haus- und Umwelttechnik. Getreu der Unternehmensphilosophie „Erfolg sichern, Menschen begeistern, Zukunft gestalten“ steht neben den Zukunftstrends der Wirtschaft auch der Mensch im Fokus.

Neues Positionspapier zur Industriepolitik

Konkrete Vorschläge für ein neues Positionspapier zur Industriepolitik präsentierte IHK-Industrieexperte Werner Beck. Die Industrie sei „Stabilitätsanker und Motor der Wirtschaft, Basis vieler Wertschöpfungsketten“, sichere durch Innovationen Arbeitsplätze und den Wohlstand der Region. Die Ausschuss-Mitglieder diskutierten Aspekte einer erfolgreichen Industriepolitik. Im Mittelpunkt standen Fachkräftesicherung, die Verkehrsinfrastruktur, eine unternehmensfreundliche Steuerpolitik sowie die sichere und bezahlbare Energieversorgung.


0 Kommentare