05.01.2021, 10:55 Uhr

Statistik für Dezember „Der Einsatz von Saison-Kurzarbeitergeld verhindert Arbeitslosigkeit“

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Im Dezember 2020 sind im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – 10.964 Menschen arbeitslos. Das sind 363 Personen oder 3,4 Prozent mehr als im Vormonat und 3.269 oder 42,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,1 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und 0,9 Prozentpunkte über dem Wert des Dezember 2019.

Regensburg. Dazu Johann Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg: „Der jahreszeitliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember fällt in diesem Jahr ähnlich den Vorjahren moderat aus. Der neuerliche Lockdown beeinflusst die Nachfrage nach Arbeitskräften negativ, Fachkräfte haben aber weiterhin gute Beschäftigungschancen. Der Einsatz von Saison-Kurzarbeitergeld verhindert zudem Arbeitslosigkeit. Unternehmen in witterungsbedingten Wirtschaftsbereichen behalten ihre Fachkräfte. Arbeitnehmer bleiben von saisonaler Arbeitslosigkeit verschont und profitieren von einer lückenlosen Beschäftigungsbiografie. Neben der Ausbildung bleibt die Investition in Weiterbildung von Beschäftigten essenziell für die Sicherung von Fachkräften in den Betrieben. Das in 2021 in Kraft getretene Beschäftigungssicherungsgesetz bietet neue Anreize um die Zeit von Arbeitsausfall und Kurzarbeit zur Qualifizierung der Beschäftigten zu nutzen. Dadurch können Unternehmen und Beschäftigte den Herausforderungen des Strukturwandels, wie etwa Digitalisierung und E-Mobilität aktiv begegnen. Schwer zu prognostizieren ist die Entwicklung der Beschäftigung. Zwar dürfte mit der Abschwächung der corona-bedingten Auswirkungen eine deutliche Erholung einsetzen, wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist aber aktuell nicht absehbar.“

Im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat 10.964 Menschen arbeitslos. Das sind 363 Personen oder 3,4 Prozent mehr als im Vormonat und 3.269 oder 42,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Alter von 15 bis 25 Jahren sind im Dezember 1.132 Personen arbeitslos. Das sind 37 Meldungen oder 3,4 Prozent mehr als im Vormonat und 387 oder 51,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Arbeitslosenbestand beträgt 10,3 Prozent. In der Gruppe der 15 bis 20-jährigen sind 227 Jugendliche arbeitslos. Das sind 18 Personen oder 8,6 Prozent mehr als im Vormonat und 88 oder 63,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand liegt bei 2,1 Prozent. Ein ähnlicher Anstieg auch bei den Älteren ab 50 Jahren. Hier sind 3.818 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 116 Betroffene oder 3,1 Prozent mehr als im Vormonat und 1.140 oder 42,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand liegt bei 34,8 Prozent. Ähnliches gilt für die Gruppe ab 55 Jahren. Diese umfasst 2.655 Arbeitslose. Das sind 105 Meldungen oder 4,1 Prozent mehr als im Vormonat und 854 oder 47,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand beträgt 24,2 Prozent. In der Gruppe der Schwerbehinderten sind im Berichtsmonat 961 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 26 Betroffene oder 2,8 Prozent mehr als im Vormonat und 219 oder 29,5 Prozent mehr als im Dezember 2019. Deren Anteil am Bestand liegt bei 8,8 Prozent. Auch die Zahl ausländischer Arbeitsloser ist gestiegen. Hier sind 2.925 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 97 Personen oder 3,4 Prozent mehr als im Vormonat und 745 oder 34,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand beträgt 26,7 Prozent.

Verhältnis zwischen Zu- und Abgängen

Im Dezember 2020 haben sich 2.693 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. Das sind 208 Meldungen oder 8,4 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 103 oder 3,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleiches taten seit Jahresbeginn 33.703 Menschen. Das sind 1.940 Personen oder 5,4 Prozent weniger als im Jahresverlauf 2019. Dem gegenüber stehen diejenigen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. So haben sich im Berichtsmonat 2.320 Betroffene abgemeldet. Das sind 841 Abgänge oder 26,6 Prozent weniger als im Vormonat und 107 oder 4,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleiches erreichten seit Jahresbeginn 30.289 Menschen. Das sind 5.248 Abmeldungen oder 14,8 Prozent weniger als im Jahresverlauf 2019.

Arbeitslosenquote gestiegen

Im Agenturbezirk Regensburg beträgt die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat 3,1 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und 0,9 über dem Wert des Dezember 2019. So beträgt die Quote für die Gruppe von 15 bis 25 Jahren 2,7 Prozent und liegt damit auch 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,9 über dem Vorjahreswert. Bei den 15 bis 20-jährigen liegt die Quote bei aktuell 1,8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 0,2 Prozent zum Wert des Vormonats und 0,7 zu Dezember 2019. Für die Gruppe von 50 bis 65 Jahren beträgt die Quote 3,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und 1,0 über Dezember 2019. Ab 55 bis 65 Jahren liegt die Quote im Berichtsmonat bei 3,8 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Monat und 1,1 mehr als im Vorjahresmonat.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber im Agenturbezirk Regensburg 1.044 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 44 Ausschreibungen oder 4,0 Prozent weniger als im Vormonat und 190 oder 15,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn wurden 11.983 Stellen gemeldet. Das sind 4.129 Angebote oder 25,6 Prozent weniger als im Jahresverlauf 2019. Der Bestand umfasst 4.789 offene Stellen. Das sind 201 Vakanzen oder 4,0 Prozent weniger als im Vormonat und 1.095 oder 18,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Unterbeschäftigung

Unter dem Begriff Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen summiert: Zum einen die Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit sind auch alle die Personen erfasst, die im Sinne des Sozialgesetzbuches nicht als arbeitslos gelten oder in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus zu sehen sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in Weiterbildung oder Altersteilzeit befinden, aber auch Selbständige, die Existenzgründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der tatsächlichen Beschäftigungssituation. Dazu die aktuelle Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 10.964 Menschen arbeitslos. Dazu kommen weitere 3.668 Personen in Unterbeschäftigung. Damit gelten insgesamt 14.632 Männer und Frauen als unterbeschäftigt. Das sind 385 Betroffene oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und 2.804 oder 23,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 4,1 Prozent und liegt damit 0,8 über dem Wert von Dezember 2019.


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