17.12.2020, 13:00 Uhr

Uli Lechte „Die COVID-19-Pandemie ist ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft“

Ulrich Lechte. Foto: Petra HomeierUlrich Lechte. Foto: Petra Homeier

Zum Besuch des UN-Generalsekretärs António Guterres nimmt der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzender des Unterausschusses Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Globalisierung im Deutschen Bundestag, Ulrich Lechte aus Regensburg, Stellung.

Regensburg/Berlin. „Die COVID-19-Pandemie ist ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft, globale Herausforderungen gemeinsam, anstatt alleine anzugehen. Die Pandemie hat den Nationalstaaten den Spiegel vorgehalten und ihre Machtlosigkeit beim alleinigen Kampf gegen COVID-19 offenbart. Menschheitsprobleme lösen wir nicht lokal und alleine, sondern global und gemeinsam. Aus der jetzigen Erfahrung müssen wir alle für die Zukunft lernen, denn die nächsten Herausforderungen für die Menschheit zeichnen sich schon ab. Es liegt an den Mitgliedsstaaten, die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen mit der nötigen Handlungsfähigkeit zur Bewältigung zukünftiger globaler Herausforderungen auszustatten. Das bedeutet mehr, aber vor allem auch planbare und flexible Beiträge für die Vereinten Nationen und ihre Programme. Das stärkt die Unabhängigkeit und insbesondere die Handlungsfähigkeit für die Mutter des Multilateralismus. Die Umsetzung des 30-Prozent-Ziels zur Erhöhung der flexiblen Mittel vom humanitären Weltgipfel und vom UN Funding Compact wäre ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Welt muss mehr Multilateralismus wagen, um die globalen Probleme wie Klimawandel, Verschmutzung der Meere oder den Hunger in der Welt in den Griff zu bekommen. Der Besuch des UN-Generalsekretärs António Guterres freut mich sehr, da er das gemeinsame Anliegen nach mehr Multilateralismus in den Deutschen Bundestag trägt.“


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