14.12.2020, 11:21 Uhr

Landkreis Regensburg Projekt Landkreispass verlängert bis Ende 2026

Das Projekt Landkreispass ist vorerst bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.  Foto: Anja Zilbauer/LRA RegensburgDas Projekt Landkreispass ist vorerst bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Foto: Anja Zilbauer/LRA Regensburg

Das Projekt Landkreispass ist ein Erfolg. Nach der zweijährigen Pilotphase hat der Kreisausschuss des Landkreises Regensburg daher die Fortführung bis 2026 beschlossen. In der Sitzung am Montag, 30. November, gab die Verwaltung einen Überblick über die bisherige Nutzung. Weniger stark nachgefragt als erwartet wurde dabei das RVV-Sozial-Ticket, wobei sich hier auch die Corona-Pandemie niederschlug.

Landkreis Regensburg. Ziel des Landkreispasses ist es, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit geringem Einkommen zu verbessern. Der Pass ermöglicht zahlreiche Vergünstigungen bei Freizeit-, Kultur- und Sportangeboten in Stadt und Landkreis Regensburg. Vor allem die 50-prozentige-Ermäßigung beim Kauf eines RVV-Ökotickets soll zu dieser Teilhabe beitragen. Der Landkreispass orientiert sich in Angebot und Nutzerkreis am Regensburger Stadtpass, um gleichwertige Angebote in Stadt und Landkreis Regensburg zu erreichen. Die Akzeptanzstellen können weiter ausgebaut werden, wenn weitere interessierte Anbieter eine Kooperation anstreben.

Seit Beginn der Pilotphase im März 2019 wurden insgesamt 2.468 Pässe (Stand 30. Juli 2020) ausgestellt, aktuell in Umlauf sind 1.425. Bei etwa 6.100 grundsätzlich Anspruchsberechtigten liegt die Nutzungsquote bei 23,4 Prozent. Von diesen nahmen monatlich etwa 490 (2019) beziehungsweise 311 (bis Juni 2020) Personen das RVV-Sozial-Ticket Landkreis Regensburg in Anspruch, also etwa 34,4 beziehungsweise 21,8 Prozent. Von März 2019 bis Juni 2020 wurden insgesamt 6.819 RVV-Sozial-Tickets Landkreis Regensburg verkauft, so die Auskunft der Landkreis-Verwaltung.

Während der Corona-Pandemie ging die Landkreis-Verwaltung sehr pragmatisch mit dem Landkreispass um: Bereits ausgestellte Pässe wurden in mehren Schritten pauschal bis zum 31. Oktober verlängert. Seit November ist man wieder in den „Normalbetrieb“ übergangen – allerdings angepasst an die Erfordernisse des Infektionsschutzes: Eine persönliche Vorsprache ist weiterhin nicht notwendig. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises können den Landkreispass entweder postalisch oder elektronisch beantragen. Lediglich eine Kopie des gültigen Personalausweises und eine Kopie des aktuellen, gültigen Leistungsbescheides (Jobcenter, Wohngeld, AsylbL, Sozialhilfe, Kinderzuschlag) müssen an das Landratsamt geschickt werden. Dann kommt der neue Landkreispass innerhalb weniger Tage ganz einfach per Post.

Mit dem Beschluss des Kreisausschusses wird das Projekt nun über das offizielle Ende der Pilotphase am 28. Februar 2021 hinaus fortgeführt. Vorerst ist der Landkreispass damit bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Landkreises im Internet unter www.landkreis-regensburg.de.


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