15.11.2020, 10:55 Uhr

Landkreis Regensburg Stierstorfer startet mit einem neuen digitalen Format – virtueller „Landtalk“ zur aktuellen politischen Lage

Sylvia Stierstorfer und Peter Aumer. Foto: Nicole StomporSylvia Stierstorfer und Peter Aumer. Foto: Nicole Stompor

Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag fest im Griff und fordert neue Wege des zwischenmenschlichen Dialogs. Virtuelle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit weiterhin im Austausch zu bleiben. Aus diesem Grund startete die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer mit einem neuen digitalen Format, dem virtuellen „Landtalk“.

Landkreis Regensburg. Dieser feierte am Mittwoch, 11. November, Premiere. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Aumer konnte Stierstorfer den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, als Ehrengast begrüßen. Gemeinsam standen Kreuzer und die Abgeordneten den Verantwortlichen des CSU-, FU-, und JU-Kreisverbandes Regensburg-Land Rede und Antwort. „Der persönliche Kontakt fehlt in diesen schwierigen Zeiten. Der virtuelle Austausch soll uns die Möglichkeit zum Austausch über die aktuelle Lage der bayerischen Landespolitik geben“, so Stierstorfer.

Die Themen des Abends drehten sich größtenteils um die Maßnahmen zur Corona-Pandemie sowie ihre Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, die Schulen und Kindertageseinrichtungen, die Wirtschaft und die Gastronomie. Neben den Corona-Themen gab es auch Nachfragen zum Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie zur Änderung des Jagdrechts. Fraktionsvorsitzender Kreuzer schilderte, wie sich aus seiner Sicht die Lage seit Beginn der ersten Corona-Welle entwickelt hat. Er erläuterte die umfangreichen Corona-Maßnahmen und Unterstützungsleistungen des Freistaates. Besonderes Verständnis äußerte der Fraktionsvorsitzende für die Situation der Gastronomie. Er gab auch zu bedenken, dass nicht nur Gastronomen von den aktuellen Einschränkungen betroffen sind, sondern auch Dritte wie Metzgereien, Brauereien und viele weitere, die die Gastronomie beliefern. Dennoch sind die aktuellen Maßnahmen aus Sicht Kreuzers von großer Bedeutung, wenn die Situation zum Weihnachtsfest besser sein soll.

Den größten Raum nahmen die Themenbereiche Gesundheits- und Schulwesen ein. Von den Teilnehmern wurden speziell Fragen zur Corona-Teststrategie, Schutzkleidung, Impfstoff, Ergebnisdauer Corona-Tests und Coronahotspots an Grenzübergängen gestellt. „Jetzt ist es besonders wichtig, die systemrelevanten Bereiche aufrecht zu erhalten. Die momentane Lage ist ernst, wir müssen eine Überlastung unseres Gesundheitswesens verhindern. Die Pandemie ohne Maßnahmen fortlaufen zu lassen, wäre unverantwortlich gewesen. Die Fallzahlen in Bayern sind zu hoch“, betonte Kreuzer. Ein besonderes Augenmerk gilt laut Kreuzer den Schulen, denn hier treffen Tag täglich eine Vielzahl von Menschen aufeinander. Dies ist nicht nur für die Schüler und Eltern eine große Herausforderung, sondern auch für die Lehrkräfte. Hinsichtlich Nachfragen zur Maskenpflicht sagte der Fraktionsvorsitzende: „Ich versteh die Sorgen vieler Eltern, jedoch ist das Aufheben der Maskenpflicht kaum möglich. Denn in der Schule ist der Abstand oftmals nicht garantiert.“ Als wichtig erachtet Kreuzer neben dem regelmäßigen Lüften der Klassenräume die Nutzung von CO2 Messgeräten, die vom Freistaat mit sieben Euro pro Schüler bezuschusst werden. Diese Fördermaßnahme wurde von den Teilnehmern äußerst positiv gesehen.

„Ich weiß, die momentane Situation ist für uns alle eine enorme Herausforderung. Deshalb ist der Austausch von großer Bedeutung. Ich werde die Anregungen und angesprochenen Anliegen gerne im Landtag einbringen. Es ist wichtig, dass wir im gesamten Land und auch hier in der Region so gut wie möglich durch diese Pandemie kommen. Wir dürfen die Hoffnung und den Optimismus dabei nicht verlieren“, so Stierstorfer. Sie bedanke sich mit einem Schlussplädoyer für die zahlreiche Teilnahme und den sehr aufschlussreichen Dialog. Besonderen Dank sprach sie dem Fraktionsvorsitzenden Kreuzer aus. „Der virtuelle ,Landtalk‘ ist ein neuer Weg, um über aktuelle Themen der Landespolitik zu informieren. Ich freue mich schon auf eine weitere Runde im neuen Jahr mit unserer Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer“, fügte Stierstorfer hinzu.


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